Geplante Schließung des Hochwald-Milchwerks in Weiding

MdL Knoblauch: "Hier zählt jeder Arbeitsplatz"

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Mühldorf – Als Reaktion auf die zum 31. März 2018 geplante Schließung des Hochwald-Milchwerks Weiding hat sich der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch (SPD) an die Staatregierung gewandt und um Unterstützung geworben.

Knoblauch ist mit dieser Thematik seit Monaten betraut, stand in Kontakt mit der Gewerkschaft NGG, führte Telefonate mit anderen Milchwerken und setzte sich bereits im Vorfeld für Transparenz im Verfahren und den Erhalt ein. Denn bereits seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte um eine Schließung, die bislang weder dementiert, noch bestätigt wurden.

Brief an Mitglieder der Staatsregierung

"Auslöser war ein Brief mit unbekanntem Absender, der von Gerüchten um eine Schließung berichtete – dem wollte ich nachgehen", erzählt Knoblauch. In seinem jetzigen Brief an Landwirtschaftsminister Brunner, Wirtschaftsministerin Aigner, Finanzminister Söder sowie Staatskanzleileiter Huber macht er sich stark für die 230 Beschäftigten und die rund 600 landwirtschaftlichen Familienbetriebe, die ihre Lieferverträge verlieren würden.

Forderung nach Bereitstellung von Staatsmitteln

"Der Landkreis Mühldorf ist ein Raum mit besonderem Handlungsbedarf, hier zählt jeder Arbeitsplatz !", argumentiert Knoblauch und führt weiter aus: "An anderen Standorten in Bayern, die keinen besonderen Handlungsbedarf haben, wurde wiederholt durch die Bereitstellung von Staatsmittel der Erhalt von Arbeitsplätzen erreicht.

Die 230 Arbeitsplätze und die rund 600 Familienbetriebe mit wiederum etwa 2.000 Betriebsangehörigen sind für einen Landkreis mit besonderem Handlungsbedarf von erheblicher struktureller Bedeutung. Es muss in unserem gemeinsamen Interesse liegen, auch hier einen Weg zum Erhalt von Existenzen in erheblichen Umfang zu finden. Zudem sind sich Betriebsrat und Gewerkschaft einig, dass das Werk wirtschaftlich produzieren kann."

Wie wird es weitergehen?

Wie die Geschäftsführung der Hochwald GmbH mitgeteilt hat, werden momentan verschiedene Szenarien geprüft. Hierzu zählt auch der Weiterbetrieb des Milchpulver-Produktionsturms. Die anderen Milchtürme der Firma Hochwald an anderen Standorten können keine so konkurrenzfähigen Produkte herstellen, wie die Anlage in Weiding. Die Hochwald GmbH prüft deshalb auch einen Weiterbetrieb des Turmes. Dies erfordert allerdings auch Investitionen von etwa 5 Millionen Euro. Die restlichen Anlagen des Werkes stünden für die Übernahme durch einen Investor bereit.

Pressemeldung Abgeordnetenbüro Günther Knoblauch, MdL

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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