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Klimafreundliche Wärme

Klares Bekenntnis zur Geothermie - Gemeinde Polling prüft Versorgung mit Fernwärme

Seit rund zehn Jahren gibt es die Geothermie bereits in Waldkraiburg. Mittlerweile sind dort etwa 2700 Haushalte an die Fernwärmeversorgung angeschlossen. Bis zum Jahr 2030 sollen es über 50 Prozent der Haushalte sein.
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Seit rund zehn Jahren gibt es die Geothermie bereits in Waldkraiburg. Mittlerweile sind dort etwa 2700 Haushalte an die Fernwärmeversorgung angeschlossen. Bis zum Jahr 2030 sollen es über 50 Prozent der Haushalte sein.

Der Gemeinderat hat sich im Grundsatz dafür ausgesprochen, die Möglichkeiten einer Fernwärmeversorgung mittels Geothermie zu nutzen. Der Hintergrund: Die Firma Erdwärme Inn prüft derzeit, ob und wo Bohrungen nach heißem Geothermalwasser in der Gemeinde Polling machbar sind.

Polling – Der Gemeinderat hat sich im Grundsatz dafür ausgesprochen, die Möglichkeiten einer Fernwärmeversorgung mittels Geothermie zu nutzen. Der Hintergrund: Die Firma Erdwärme Inn prüft derzeit, ob und wo Bohrungen nach heißem Geothermalwasser in der Gemeinde Polling machbar sind.

Die privaten Gesellschafter der Firma möchten mit dem heißen Wasser aus der Tiefe die beiden Gewächshäuser in Tüßling und Weiding (derzeit noch im Bau), sowie die umliegenden Ortschaften mit Fernwärme versorgen. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat die Pläne mit der Erteilung einer bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnis für Erdwärme bereits unterstützt.

Intensive Debatte und einstimmiges Votum

Die Aussicht auf eine geothermale Wärmeversorgung der Region um Polling wurde im Gemeinderat sehr intensiv diskutiert. Klar überwogen in der Debatte die positiven Stimmen, doch auch sensible Themen wie Naturschutz, Schallschutz, Grundwasserschutz, Versorgungssicherheit, Bonität der Investoren und Versicherungsschutz wurden angesprochen.

Als die Beschlussvorlage „Grundsatzbeschluss zum Bau einer Geothermie- und Fernwärmeversorgung für den Ort Polling und die Gewächshäuser in Weiding und Tüßling“ schließlich zur Abstimmung kam, votierten alle Gemeinderatsmitglieder für die Annahme.

Das Gebiet nördlich der Kläranlage (ganz links ) wird auf seine Eignung als Standort für eine Geothermie untersucht.

Vor der Abstimmung standen als Vertreter der Projektgesellschaft Ingenieur Peter Reichenspurner und Geograph Bernhard Gubo den Gemeinderatsmitgliedern Rede und Antwort. Im Zentrum der Diskussion stand unter anderem die Frage, ob und wie sich eine Wärmeversorgung der Gemeinde Polling mit allen dazugehörigen Ortschaften darstellen lässt. Derzeit sind externe Firmen mit der Untersuchung der Fernwärmeoptionen beauftragt. Mit den Zwischenergebnissen aus dieser Studie, die auch der Gemeinde Polling zur Verfügung gestellt werden sollen, rechnet die Projektgesellschaft zum Ende des Sommers.

Fünf Standorte in der engeren Wahl

Noch seien insgesamt fünf mögliche Standorte für die Geothermiebohrungen in der Untersuchung, wie Bernhard Gubo, Geschäftsführer der Geoenergie Bayern ausführte, aber ein Standort etwas nördlich der Kläranlage in Polling sei derzeit favorisiert. Eine Vielzahl von Untersuchungen müsse aber den Standort noch bestätigen, so Gubo weiter. Die Geoenergie Bayern hat schon etliche Geothermieprojekte in Bayern geplant und umgesetzt.

Gemeinde ist genauso wichtig wie die Gewächshäuser

Die Familie Reichenspurner ist mit ihrem landwirtschaftlichen Familienbetrieb Eigentümer der Gewächshäuser. Peter Reichenspurner betonte in der Gemeinderatssitzung, dass die Wärmeversorgung der Gemeinde Polling für ihn den gleichen Stellenwert habe, wie die Versorgung der Gewächshäuser. Er sehe hier eine einmalige Chance für die Gemeinde und die Region, nicht nur von frischem, regionalem Obst und Gemüse aus den Gewächshäusern zu profitieren, sondern auch von der regionalen, klimafreundlichen Wärmeversorgung durch Geothermie.

Transparente Informationen

Die Verabschiedung im Gemeinderat erfolgte mit der Zusage der Projektvertreter, dass der Gemeinderat und die Bevölkerung von Polling informiert werden sollen, wenn alle notwendigen Vor-Informationen für das Fernwärme- und Geothermieprojekt vorliegen.

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