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Mehr Platz für Kinder

Die Krippe platzt aus allen Nähten – Mit welcher Lösung die Gemeinde Polling darauf reagiert

Noch keine fünf Jahre alt, und schon platzt sie aus allen Nähten:Der Gemeinderat hat jetzt die Erweiterung der Krippe um zwei Gruppen beschlossen.
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Noch keine fünf Jahre alt, und schon platzt sie aus allen Nähten: Der Gemeinderat hat jetzt die Erweiterung der Krippe um zwei Gruppen beschlossen.

Drei Varianten waren dem Gemeinderat bereits in einer früheren Sitzung vorgestellt worden, wie denn eine mögliche Erweiterung der Kinderkrippe aussehen könnte. In der jüngsten Sitzung musste der Gemeinderat sich für eine Variante entscheiden.

Polling – Es ging um die Erweiterung um eine Gruppe, eine zweite Variante, die eine Erweiterung um zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern vorgesehen hätte, und eine dritte, in der von Gruppen für jeweils 15 Kinder die Rede war. Der Gemeinderat musste nun zu einer Entscheidung kommen.

Als Entscheidungsgrundlage und -kriterium diente der Kostenvergleich. Die eingruppige Erweiterung war mit 790 .000 Euro brutto noch die billigste Alternative. Allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass nach dieser Erweiterung keine weitere Gruppe mehr möglich sei.

Eingruppige Lösung ist die schlechteste

Anders bei den Varianten zwei und drei, die von Haus aus je eine Gruppe mehr in der Planung hatten, wobei die Alternative für insgesamt 24 Kinder mit 1,638 Millionen Euro nicht unwesentlich günstiger erschien als den Anbau für insgesamt 30 Kinder. Knapp 1,835 Millionen Euro nannte die Geschäftsstellenleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Polling als Vergleichszahl.

Bürgermeister Lorenz Kronberger (UWG) ergänzte, dass es aus verschiedenen Fördertöpfen zuletzt für die rund 1,2 Millionen Euro teure Baumaßnahme zugunsten der Kinderbetreuung rund 590. 000 Euro Zuschuss gegeben habe. Doch einige Programme zur Finanzierung von Kindertagesstätten seien ausgelaufen, „momentan wären für die eine Gruppe mit 15 Kindern im bestehenden Krippengebäude nur noch rund 344 .000 Euro Förderung gesichert gewesen“, verglich er.

Oswald Brandstetter (CSU) machte keinen Hehl daraus, dass er mit Blick auf die Notgruppe, die derzeit im Keller des Kindergartens untergebracht ist, die große Lösung – zwei Gruppen für jeweils 15 Kinder als Anbau an der Krippe – bevorzugen würde. Kronberger ergänzte dazu, dass in der Kellergruppe derzeit fünf Kinder untergebracht seien, „aber es werden noch mehr“. Bis Januar sollen es zehn Kinder sein, so Kronberger.

Thomas Jobst (CSU) sah ein, dass die aktuelle Situation mit möglicherweise zwei berufstätigen Elternteilen den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ansteigen ließe. „Aber ich wäre vorsichtig, so viel Geld dafür auszugeben, auch wenn die Berechnungsmodelle möglicherweise etwas anderes aussagen. Nicht, dass wir über das Ziel hinausschießen. Schließlich muss das Gebäude ja auch bewirtschaftet werden.“

Lena Koch (Grüne) ergänzte bezüglich der Berechnungsmodelle, dass niemand in die Zukunft schauen könne. Sie plädiere für die zwei 15er-Gruppen. Man müsse gewappnet sein für weiteren Zuzug, fand sie sinngemäß.

Räume sollten inklusionsfähig bleiben

Alfred Wagner (CSU) bevorzugte ebenfalls die große Variante, argumentierte für größere Gruppenräume auch deswegen, weil die neuen Räume dann auch inklusionsfähig sein sollten. Die Gruppenstärke würde dann automatisch reduziert. Es müsse aber gewährleistet bleiben, dass die Betriebserlaubnis ebenso flexibel bliebe.

„Wenn bei einer Erweiterung um nur eine Gruppe weitere Anbauten nicht mehr möglich sind, dann bleibt ja nur die große als zukunftsfähige Lösung“, meinte Willi Skudlik (FW). Ängste ob eines möglichen Leerstandes hatte er keine, die Gemeinde habe räumlichen Bedarf.

Reinhard Oberstarr fragte nach der Empfehlung der Verwaltung. Dazu sagte VG-Geschäftsstellenleiterin Gabriele Springer, dass der Kindergarten aktuell voll sei. „Wenn nach der Erweiterung die Kleinkinder in die Krippe wechseln, haben wir wieder Platz für die Drei- bis Sechsjährigen.“

Auch die Kapazitäten wären dann höher als bei einer Kleinkindergruppe. „Anstatt 15 wären dann 25 Kinder pro Gruppe möglich“, erklärte Bürgermeister Kronberger.

Kopfzerbrechen bereitete dem CSU-Gemeinderat Thomas Jobst noch die Summe. Warum kostet die kleine Lösung um so viel weniger als die große, wollte er wissen. Dazu sagte Bürgermeister Kronberger, dass für die kleine Erweiterung die bestehende Heizung und Lüftung reichen würde. Für die große Lösung müssten aber zusätzliche technische Maßnahmen erfolgen. Außerdem sei bei einer Zwei-Gruppen-Lösung ein weiterer Wartebereich nötig sowie zusätzliche Personalräume. „Das macht die Sache extrem teuer.“

Größere Heizung geht ins Geld

Für die „Komplettlösung“ warb Gemeinderat Wolfgang Schweiger (parteilos). „Kinder sind unsere Zukunft“, betonte Karin Mayerhofer (FW). Im Beschlussvorschlag wurde festgehalten, dass die Planung für zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern fortgeführt werden soll.

Dem Gemeinderat soll dann die Detailplanung vorgelegt werden, die schließlich als Vorlage für die Ausschreibung dienen soll. Mit 15 Pro-Stimmen segnete der Gemeinderat diesen Beschluss ab. Thomas Jobst stimmte dagegen.

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