Gemeinsame Kinderkrippe mit zwölf Plätzen

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Bürgermeister Sebastian Winkler (links) und VG-Geschäftsstellenleiter Walter Gruber studiere die Baupläne.

Niedertaufkirchen - Die Kinderkrippe der drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach mit Niedertaufkirchen, Niederbergkirchen und Erharting nimmt Gestalt an.

Die Antragsunterlagen für die Beantragung von staatlichen Zuweisungen sowie für die Freigabe zum vorzeitigen Baubeginn gingen vor kurzem über das Landratsamt an die Regierung von Oberbayern. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung der Kindergartenkrippe ist spätestens zum Kindergartenjahr im September 2011/2012 geplant, erläutert VG-Geschäftsstellenleiter Walter Gruber.

In dieser Form handelt es sich zweifelsohne um ein Pilotprojekt im Landkreis Mühldorf. In Zeiten kaum vorhandener Finanzmittel haben sich Niedertaufkirchen, Niederbergkirchen und Erharting zusammengetan, um nicht an drei Standorten Krippenplätze zur Verfügung zu stellen. Nein, sie machen gemeinsame Sache, bauen den bestehenden Niedertaufkirchener Kindergarten aus und "sparen sich damit Personal und auch zusätzliche Kosten", informiert Gruber, während er mit Bürgermeister Sebastian Winkler über die aktuellen Planungen brütet.

Dieser Plan sieht eine Umgestaltung des Raumes vor, in welchem bislang eine zweite Kindergartengruppe untergebracht war und der nun der Gruppenraum für die Krippenkinder werden soll. Auch ein Ruheraum wird integriert. Ein Anbau wird nötig, in ihm sollen Kinderwagen und eine Garderobe sowie ein WC und ein Sanitätsbereich mit Wickelkommode entstehen. Auch bleibt es nicht aus, dass zusätzliche Rettungswege geschaffen werden müssen, erläutert Gruber anhand einer Karte. Den Vorteil der Umgestaltung sieht Niedertaufkirchens Bürgermeister in der Nutzung von Synergieeffekten. Leiterinnenzimmer, Personalzimmer beziehungsweise Sozialräume seien bereits vorhanden und können damit auch von den zwei weiteren Fachkräften (eine Erzieherin und Pflegerin) genutzt werden.

Auf 255000 Euro beruht eine Kostenschätzung eines Architekturbüros für die Baumaßnahme, wobei ein staatlicher Förderbeitrag, dessen Höhe Gruber noch nicht beziffern kann, die Maßnahme finanzierbar macht. "Die restlichen Kosten werden anteilig, je nachdem, wie viele Kinder aus den jeweiligen Orten nach Niedertaufkirchen kommen, auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt", erzählt Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler, der aber die tatsächlichen Kosten noch nicht abschätzen kann. Folgende Aufteilung ist angedacht: Fünf Krippenkinder kommen aus Niederkirchen, vier aus Niederbergkirchen und drei kommen aus Erharting.

Beide, Walter Gruber und Sebastian Winkler, rechnen fest damit, dass die Umbaumaßnahmen noch heuer in Angriff genommen werden, spätestens im Dezember also die Arbeiten beginnen. "2011, pünktlich zum Krippenstart, muss es hundertprozentig bezugsfertig sein", gibt Winkler vor.

je/Mühldorfer Anzeiger

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