Pläne für Kinderkrippe werden konkret

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Ampfing - Die Pläne für die Kinderkrippe in Ampfing werden konkret. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Öffnungszeiten und Benutzungsentgelt festgelegt. 24 Anmeldungen liegen bereits vor.

Jetzt sollen noch einmal alle Eltern in der Gemeinde angeschrieben werden.

Nach einer ersten unverbindlichen Befragung der Eltern seien bereits 24 Kinder angemeldet worden, teilte Bürgermeister Ottmar Wimmer mit, neun mit einem wöchentlichen Betreuungsbedarf unter 20 Stunden, der Rest soll mehr als 20 Stunden betreut werden.

Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr soll die Kinderkrippe vorerst geöffnet sein. Wenn sich ein anderer Bedarf heraus kristallisiere, könne nachjustiert werden, so Wimmer.

Bei den Preisen orientiert sich die Gemeinde an den im Landkreis üblichen Honorarsätzen. Für das erste Kind kosten ein bis zwei Stunden (täglich an fünf Tagen in der Woche) 60 Euro monatlich, zwei bis drei Stunden 85 Euro, drei bis vier Stunden 110 Euro, vier bis fünf Stunden 125 Euro, fünf bis sechs Stunden 150 Euro, sechs bis sieben Stunden 175 Euro und sieben bis acht Stunden 200 Euro. Dazu kommt eine tägliche Verpflegungspauschale.

Entgegenkommen bei mehr Kindern

Für Familien mit mehr Kindern plant die Gemeinde ein Entgegenkommen: anders als die üblichen 30 Prozent Ermäßigung für das zweite Kind, das zeitgleich die Krippe besucht, wird es 50 Prozent Ermäßigung geben. Das dritte und jedes weitere Kind besuchen die Krippe kostenlos. Bei der derzeitigen Kinderzahl seien zwei Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen nötig, erklärte der Bürgermeister. Die Personalkosten belaufen sich so auf rund 140.000 Euro, 50.000 Euro werden über einen staatlichen Zuschuss finanziert, 6000 Euro über einen Bundeszuschuss und 25.000 Euro über Benutzungsentgelte. Des Weiteren wurde ein Betriebskostenzuschuss beantragt. So bleiben für die Gemeinde als vorläufiger Träger 60.000 Euro an Personalkosten.

Betrieben werden soll die Krippe in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, vorerst von der Gemeinde. "Wenn alles in geordneten Bahnen läuft, können wir darüber nachdenken, die Krippe an einen anderen Träger, etwa einen kirchlichen, zu übergeben", sagte der Bürgermeister.

Öffnen soll die Krippe am 1. Dezember, vorher wird es noch eine Informationsveranstaltung für Interessierte und Eltern geben, bei der die Pläne im Detail vorgestellt werden.

Probleme bei der Verlegung der Post

Probleme gibt es in der Gemeinde mit der Verlegung der Postfiliale vom Elektrogeschäft im Ortskern in einen Getränkemarkt im Gewerbegebiet. Mehrere Beschwerden seien bereits bei der Gemeinde eingegangen, vor allem auch, weil der einzige Postkasten mit Abend- und Sonntagsleerung ebenfalls an den Ortsrand verlegt worden sei, teilte Bürgermeister Wimmer mit.

Mehrere Geschäftsleute hätten sich direkt bei der Post beschwert - ohne Ergebnis, so der Bürgermeister, die Post sei der Auffassung, dass der Getränkemarkt nur 650 Meter vom Ortskern entfernt liege. "Vor allem für ältere oder behinderte Bürger ist das aber eine enorme Belastung", sagte Wimmer, das habe er auch bereits bei der Eröffnung der neuen Filiale den Verantwortlichen deutlich gemacht. "Ich finde es eine Frechheit, dass es der Post so egal ist, wo ihre Filiale liegt", machte er seinen Ärger deutlich.

Einstimmig beschlossen die Räte, als Gemeinde die Post aufzufordern, wenigstens einen zweiten Briefkasten mit "rotem Punkt" - für Abend- und Sonntagsleerung - entweder am bisherigen Standort am Elektromarkt oder am Rathaus aufzustellen.

Auch zwei Änderungen bei Bebauungsplänen erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen. Die vierte Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Mobil-Oil-Straße/Siemensstraße" an der A 94 wurde in der Fassung vom 7. Dezember erlassen. Auch die zehnte Änderung des Bebauungsplanes "Mühldorfer Straße/Wiesenstraße" billigten die Räte. Anwohner hatten hinsichtlich der Beeinträchtigung ihrer Grundstücke durch den Bau eines vierten Stockwerkes auf dem Nachbargrundstück geäußert.

Neue Verordnung für Plakatierungen

Die Plakatierungsverordnung der Gemeinde von 1988 hat ihre Gültigkeit verloren, teilte Wimmer mit, der Gemeinderat hat einstimmig eine neue Verordnung erlassen. Inhaltlich ändere sich darin nicht viel, lediglich die Wahlwerbung sei jetzt bereits in dieser Verordnung geregelt. Prinzipiell ist jede Art der Plakatierung in der Gemeinde genehmigungspflichtig, ungenehmigte Plakate kann die Gemeinde entfernen lassen. Die Gemeinde wird Schulen, Vereine und Unternehmen darauf noch einmal gesondert hinweisen.

nl/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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