200 Pilger in Benediktbeuern

+
Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, Dekan Roland Haimerl und Kaplan Martin Kurlitsch zelebrierten die Wallfahrtsmesse in der Basilika Benediktbeuern.

Mühldorf/Waldkraiburg - Rund 200 Pilger aus den beiden Dekanaten Mühldorf und Waldkraiburg beteiligten sich an der Dekanatswallfahrt nach Benediktbeuern.

Früh morgens machten sich die Pilger am vergangeen Wochenende in vier Reisebussen auf die Reise. In Benediktbeuern wurden die Teilnehmer von Mesner und Ministranten abgeholt und unter Glockengeläut zum Gotteshaus geleitet. Die Wallfahrtsmesse feierte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger zusammen mit Dekan Roland Haimerl und Kaplan Martin Kurlitsch aus Neumarkt.

In seiner Predigt ermunterte Haßlberger die Pilger "nicht alles schwarz" zu sehen. Viele Texte aus der Bibel berichteten davon, dass auch bei Jesus nicht alles auf fruchtbaren Boden gefallen sei. "Auch er musste mit Enttäuschung leben, gab aber niemals auf", sagte Haßlberger. Gerade in Krisenzeiten sollten die Christen deshalb auf die Glaubenserfahrungen der Vorfahren vertrauen und positiv in die Zukunft blicken.

Im Anschluss an die Messe hielt der Mesner eine kurze und unterhaltsame Kirchenführung. Das Kloster Benedikbeuern wurde um 739 unter Mitwirkung des heiligen Bonifatius gegründet. Heute wird es von den Salesianern Don Boscos geleitet. Im Kloster befindet sich eine Hochschule für Theologie, Philosopie und Sozialpädagik mit rund 1000 Studenten.

Um das Jahr 800 schenkte Karl der Große dem Kloster die Speiche des rechten Unterarmes des heiligen Benedikt als Reliquie: Das war die Geburtsstunde des Ortes mit dem Namen "Benedictoburanum", also Benediktbeuern. Die Kirche selbst gehört seit der Sakularisation von 1803 zur Pfarrei und nicht zum Kloster. Nach einer aufwendigen Renovierung wurde die barocke Pfarrkirche von Papst Paul VI. zur "Päpstlichen Basilika Minor" erhoben, der sie als Wallfahrtsort zu Ehren des heiligen Benedikt empfahl.

Nach dem Mittagessen im Klosterbräu blieb den Pilgern noch genügend Zeit, durch die Gartenanlagen zu spazieren oder den Textilmarkt zu besuchen. Mit einer feierlichen Vesper in der Pfarrkirche Sankt Sebastian von Ebersberg endete der Wallfahrtstag. Ortspfarrer Josef Riedl berichtete dabei den Pilgern über die einst blühende Wallfahrtsgeschichte von Ebersberg.

ers/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser