Zu den Kosten einer dezentralen Hochschule

CSU: Personalkosten ja, Rest erst einmal nein

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Zu den Kosten einer dezentralen Hochschule wie dem Campus Burghausen (Archiv)
  • schließen

Bayern/Landkreise: SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch will mehr Geld für die dezentralen Hochschulen in Bayern. Das sagt der wissenschaftspolitische der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag dazu:

Kein guter Politikstil“. Das sagt nach der Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner (CSU) auf Anfrage von innsalzach24.de auch Oliver Jörg, der wissenschaftspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Für beide geht es darum, wie unter anderem der Wahlkreisabgeordnete Günther Knoblauch (SPD) zur Absage auf den Antrag auf gleiche Förderung der dezentralen Hochschulstandorte in Bayern reagiert hatte. Als Oppositionsarbeit sei das zwar durchaus legitim aber auf diese Art und zu diesem Zeitpunkt alles andere als zielführend und damit kontraproduktiv.

Rund 130 Millionen mehr im Bildungssäckel?

Als vor einigen Jahren beschlossen wurde, dass der Bund die Kosten für das BAföG – also für mehr Bildungsgerechtigkeit und –Chancen für alle – zu 100 statt vorher nur zu 50% übernimmt, seien rund 130 Millionen Euro frei geworden, so Jörg. Anders als in anderen Bundesländern, habe Bayern dieses Geld ab diesem Zeitpunkt voll in die Bildung fließen lassen. Ganze 90% würden gar in der Förderung von Hochschulen stecken.

Personalkosten ja, Rest nein?

Bayern würde das frei gewordene Geld in die sogenannte Dezentralisierungsstrategie investieren, angefangen von den Technologietransferzentren bis schließlich auch in die dezentralen Hochschulstandorte. Konkret bedeutet letzteres laut Jörg, dass der Freistaat für die Personalkosten eines solchen Hochschulbetriebes, also wie etwa die des Campus Burghausen oder später die des Campus Mühldorf, übernimmt. Alle anderen Kosten haben demnach die Kommunen zu tragen.

Mit offenen Karten gespielt?

Die Details für eine Bewerbung um einen dezentralen Hochschulstandort waren bekannt“, erklärt Jörg. Tatsächlich liegen von dieser Seite keine Berichte über „Beschwerden“ wie der von Günther Knoblauch vor. Der hatte im Gespräch mit innsalzach24.de auch betont, dass es ihm nicht nur um die dezentralen Hochschulstandorte in Mühldorf oder Burghausen gehe, sondern die in ganz Bayern. Knoblauch hatte aber hingewiesen auf einen möglichen Bruch mit der Bayerischen Verfassung und die Unterschiede in den in dieser Angelegenheit offenbar streitbaren Artikeln 138 und 140 aufgezeigt. Der eine gehe nämlich um die Hochschulfinanzierung und der andere um Kunst und Wissenschaft in den Kommunen. Freilich: Beide gehen auch darum, wer dafür bezahlen soll.

Gefragt nach dem, was passiert, wenn sich eine Kommune die erheblichen Kosten für einen dezentralen Hochschulstandort doch nicht leisten kann, sagt Jörg, dass Gespräche zur Findung von Chancen und Möglichkeiten im Einzelfall nicht ausgeschlossen seien.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser