Parken in der Innenstadt wird teurer

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Ein Zehnerl für sechs Minuten: Künftig dürfen Theresa Kienzl und alle anderen Besucher der Stadt dafür nur noch fünf Minuten parken.

Mühldorf - Parker müssen in der Innenstadt künftig tiefer in die Tasche greifen: Wer sein Auto am Stadtplatz oder in Gassen parkt, zahlt in der Stunde künftig 1,20 Euro.

Verkürzung der Parkzeit, heißt die Maßnahme offiziell, mit der sich die Stadt höhere Einnahmen durch Parkgebühren verspricht. Für zehn Cent darf man künftig fünf Minuten am Stadtplatz und in den Gassen parken, bislang waren es sechs Minuten.

Bereits während der Haushaltsberatungen hatte sich der Stadtrat grundsätzlich auf eine Erhöhung der Einnahmen von derzeit gut 350.000 auf 450.000 Euro geeinigt. Nach Auskunft von Ordnungsamtsleiter Herbert Gambihler kann die Stadt dieses Ziel durch die jetzt beschlossene Erhöhung erreichen.

Entsprechend herrschte im Verkehrsausschuss weitgehend Einigkeit darüber, die Parkgebühren zu erhöhen, unterschiedliche Meinungen gab es nur zur Höhe und einer möglichen Ausweitung der kostenpflichtigen Zonen. So schlug Verkehrsreferent Oskar Stoiber (CSU) vor, auch den Parkplatz am Hallenbad und die Freifläche der Tiefgarage einzubeziehen und die Tagespauschale im Bahnhofsparkdeck zu erhöhen. Die Wiedereinbeziehung des Stadtwalls, der vor einigen Jahren für kurze Zeit gebührenpflichtig war, war dagegen kein Thema.

Schließlich einigte sich der Bauausschuss bei vier Gegenstimmen darauf, die Parkgebühren zu erhöhen, den Parkplatz am Hallenbad und die Freifläche der Tiefgarage allerdings nicht dazuzunehmen. Die Tagesparkgebühr im Bahnhofsparkdeck steigt von einem auf 1,50 Euro, die Kosten für eine Monats- oder Jahreskarte bleiben gleich.

Bürgermeister Günther Knoblauch wies darauf hin, dass es im Bereich der äußeren Altstadt zum Beispiel auf dem Zentralparkplatz am Innpark 1600 Parkplätze gebe, lediglich 400 seien kostenpflichtig. Die Stadt halte damit weiterhin an ihrem Prinzip fest, für Parkplätze innerhalb der Altstadt die Parkzeit grundsätzlich zu beschränken und Gebühren zu erhöhen, um Dauerparker zu vertreiben. Wer kostenlos parken wolle, erreiche den Stadtplatz in kaum fünf Minuten zu Fuß.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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