Optimistisch ins 100. Jahr

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Über die positive Entwicklung der VR-Bank Burghausen-Mühldorf freuen sich die Vorstände Georg Hennrich, Rainer Auer und Georg Krieg zusammen mit Aufsichtsratsvorsitzendem Peter Schacherbauer, dem ausgeschiedenen Aufsichtsrat Johann Niedermeier, dessen Nachfolger Georg Zehentner und dem im Amt bestätigten Hans-Peter Kohlschmid.

Mühldorf -Bilanzgewinn gesteigert, Ertragslage stabil und Zukunftsaussichten positiv: Mit dieser Bilanz beschloss die VR Bank Burghausen-Mühldorf ihr 99. Geschäftsjahr.

Im vergangenen Jahr hat die VR-Bank Burghausen-Mühldorf mit ihrer Filiale in der Kreisstadt neue Räumlichkeiten bezogen. Bei der Vertreterversammlung am Donnerstagabend im Stadtsaal kündigte Vorstand Georg Hennrich an, im kommenden Jahr die denkmalgeschützte Filiale in Ampfing zu modernisieren. Insgesamt zogen Vorstand und Aufsichtsrat ein positives Fazit vom 99. Geschäftsjahr der Genossenschaftsbank. "Unser Geschäftsmodell der kaufmännischen Sorgfalt, Nachhaltigkeit und Regionalität hat sich in der Krise bewährt", sagte Hennrich. Dieses Geschäftsmodell gelte im Jubiläumsjahr 2011, dem 100. Geschäftsjahr der VR-Bank, unverändert weiter.

In der turbulenten Finanzmarktlage der Wirtschaftskrise habe sich die Lage der VR-Bank Burghausen-Mühldorf positiv entwickelt, berichtete Hennrich: "Kredit- und Einlagengeschäft sind gewachsen, die Risikostruktur des Kreditgeschäfts blieb unverändert, die Eigenkapitalausstattung ist überdurchschnittlich, die Vermögenslage solide und das Betriebsergebnis konnte deutlich verbessert werden." In Zahlen ausgedrückt: Die Bilanzsumme der VR-Bank stieg um 2,2 oder 7,8 Millionen Euro Prozent auf 359 Millionen Euro.

Gewährte Darlehen machten 58,9 Prozent der Bilanzsumme aus, damit sei die VR-Bank eine kreditintensive Bank, das Kundenkreditvolumen stieg 2010 um 4,1 Prozent auf 212 Millionen Euro. Auch die Kundengelder sind gestiegen, um 2,3 Prozent. Allerdings gab es bei den Spareinlagen einen Rückgang um 2,5 Prozent. Dafür wurden Festgeld und Termineinlagen stärker nachgefragt - hier war ein Anstieg um 6,5 Prozent zu verzeichnen, so Hennrich. Auch im Wertpapier- und Depotbereich wurden die Erträge des Vorjahres nicht erreicht - 11,7 Prozent oder 84.000 Euro weniger hat die VR-Bank hier erzielt.

Ihre Personalkosten hat die Bank bei der Fusion mit Burghausen und Umschichtungen bei der Altersvorsorge um 11,1 Prozent auf 5,5 Millionen Euro verringert. Es habe aber keine Entlassungen, sondern ausschließlich Altersteilzeitverträge gegeben, betonte er. Nach Abzug der Investitionen in Höhe von 200.000 Euro verbleibt ein Bilanzgewinn von 1,1 Millionen Euro. Einstimmig beschloss die Vertreterversammlung vier Prozent, insgesamt 154.647 Euro, als Dividende auszubezahlen, 250.000 Euro werden der gesetzlichen Rücklage zugeführt, 700.000 den Ergebnisrücklagen.

Aufsichtsrat Johann Niedermeier verließ das Gremium nach 14-jähriger Amtszeit auf eigenen Wunsch. Für ihn wurde der Mühldorfer Steuerberater Georg Zehentner gewählt, Hans-Peter Kohlschmid wurde turnusgemäß im Amt bestätigt.

Einstimmig beschlossen die Vertreter zudem die Änderung der Satzung hinsichtlich des Regelwerkes "Basel III", das Banken stabiler machen soll, so Hennrich. Künftig besteht die Möglichkeit, die Auszahlung des Geschäftsguthabens zu verhindern, wenn die Bank die Eigenkapitalbestimmungen nicht einhält. Die Höchstkreditgrenze beträgt 25 Prozent des haftenden Eigenkapitals, also 7,8 Millionen Euro, Sonderkredite, etwa an Kommunen, können bis zu 100 Prozent vergeben werden. Die Aufsichtsratsvergütung beträgt künftig 0,1 Promille der Bilanzsumme pro Kalenderjahr.

Für die weitere Entwicklung prognostizierte Hennrich steigende Zinsen, die das Zinsergebnis der Bank sinken lassen. Verhaltenem Wachstum und Planungsunsicherheit müsse mit Steigerung der Beratungs- und Produktqualität begegnet werden. "Wir dürfen die Zukunft nicht verspielen", sagte Hennrich, "sondern mit Nachhaltigkeit, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit die Krise bewältigen."

nl/Mühldorfer Anzeiger

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