O.K. für Dorfladen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Mettenheim - Als zu teuer kritisierte der Gemeinderat die Planungen für den Dorfladen. Von einer Konstruktionsänderung und einer neuen Ausschreibung war die Rede, um die Kosten zu senken.

Das Gremium hat sich dagegen entschieden, Kosten sollen auf andere Weise eingespart werden. In einer Woche ist Spatenstich.

Ursprünglich sollte im September Spatenstich für den Dorfladen sein, die Kostenfrage hatte diesen Termin aber zunächst verschoben. Anfang Oktober legte Architekt Dr. Stefan Hajek die abgegebenen Angebote vor. Gesamtsumme der Baukosten: 834.000 Euro.

Zu teuer, lautete der Tenor im Gemeinderat. Für eine Konstruktionsänderung und eine neue Ausschreibung votierte das Gremium. An der Bedeutung des Dorfladens hatte keiner Zweifel - allerdings zu einem niedrigeren Preis. Einstimmig fiel in nicht-öffentlicher Sitzung der Startschuss für den Dorfladen, ohne Konstruktionsänderung und Neuausschreibung. Bis auf den Trockenbau wurden bislang alle Gewerke vergeben.

Die 700.000-Euro-Marke vor Augen, versucht die Gemeinde nun, die Kosten zu senken. Größtes Einsparpotenzial sieht Bürgermeister Stefan Schalk bei den Außenanlagen. Veranschlagt seien diese mit 104.000 Euro, ausgeschrieben und vergeben worden seien sie nicht. "Die Gemeinde übernimmt diese Aufgaben selbst. Damit können wir viel sparen", erklärt Schalk auf Nachfrage. Ohnehin sei man versucht, vieles ehrenamtlich und in Eigenregie auszuführen, um die Kosten möglichst gering zu halten.

Auch der Innenausbau wird wohl günstiger als erwartet, nachdem ein Fleischvorbereitungsraum und andere Aufenthaltsräume doch nicht benötigt werden. "Wir durchleuchten jedes Gewerk und überprüfen, wo im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gespart werden kann", sagt Schalk. Vielleicht erweist sich auch der Bodenaushub billiger als erwartet. Wie weit man sich damit den erwünschten 700.000 Euro annähert, ist noch ungewiss.

In all den Diskussionen um die Kosten des Dorfladens waren sich alle Gemeinderatsmitglieder in einem Punkt einig: Der Dorfladen ist enorm wichtig für die Gemeinde. "Der Bedarf ist da, dies ist nicht zu ignorieren. Es wäre schlimm, wenn er nicht gebaut wird", sagt Bürgermeister Schalk. Der Dorfladen soll ein Mittelpunkt, ein Kommunikationsplatz in der Gemeinde werden. Eine Verkleinerung und ein damit verbundener Wegfall des Cafés stand somit nicht zur Debatte.

Zweifel, dass das Projekt Dorfladen an zu hohen Kosten scheitert, hatte Markus Spindler, Vorstand der Genossenschaft, nicht. "Ich bin froh, dass es endlich so weit ist." Am Samstag, 6. November, geht der Dorfladen mit dem Spatenstich endlich in die entscheidende Phase.

hi/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser