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Entscheidungen im Umweltausschuss

ÖPNV im Kreis Mühldorf: Neue Buslinie Dorfen – Haag – Wasserburg und neues Sektorenkonzept

Der Landkreis Mühldorf hat ein neues ÖPNV-Konzept beschlossen, das den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren soll.
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Der Landkreis Mühldorf hat ein neues ÖPNV-Konzept beschlossen. Es wird eine neue Buslinie in der Region geben.

Der Umweltausschuss des Landkreises Mühldorf hat zwei Entscheidungen für den ÖPNV gefällt. Die Busstrecke Dorfen – Haag – Wasserburg wird eingeführt. Auch ein Startzeitpunkt ist schon in Sicht. Und durch ein Projekt soll zeigen, ob sieben Nahverkehrssektoren im Kreis wirtschaftlich sind.

Mühldorf – Zwei konkrete Entscheidungen hat der Ausschuss für Umwelt, Nahverkehr, Natur und Tourismus in seiner letzten Sitzung getroffen. Einstimmig entschieden sich die Ausschussmitglieder, die Achse Dorfen – Haag – Rechtmehring – Wasserburg durch Verdichtungen zu verbessern.

Sektorenkonzept für Anruftaxi

Ebenso einstimmig entschied der Ausschuss, dass durch ein Modellprojekt festgestellt werden soll, inwieweit sich das Sektorenkonzept eignet, um den klassischen ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) zu stärken und ein attraktives ÖPNV-Angebot auch in nachfrageschwächeren Räumen und Zeiten wirtschaftlich anzubieten. Im Vordergrund ist von Interesse, ob das Anruftaxi in der Fläche von den Bürgern angenommen wird und ob es zu vertretbaren Koten umgesetzt werden kann.

Das Zielnetz des ÖPNV im Landkreis Mühldorf mit seinen unterschiedlichen Achsen.

Im westlichen Landkreis gibt es einen Nahverkehrsplan, der die Linien 7548 Mühldorf – Haag (vier Jahre Laufzeit) und die Regionallinie 9409 Dorfen-Haag (sechs Jahre Laufzeit) zum Inhalt hat.

Start der Linie Dorfen – Haag – Wasserburg am 1. August 2022 möglich

Mit einer Kooperationsvereinbarung der Landkreise Mühldorf, Erding sowie der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft mbH (RoVG) wurden die Voraussetzungen für alle jeweils erforderlichen Maßnahmen gebietsübergreifend in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf einbrechenden Linien Haag-Wasserburg geschaffen.

Lohnt sich eine Ausweitung des MVV in den Landkreis Mühldorf? Eine Studie soll Klarheit bringen

Die Landkreise Rosenheim und der Landkreis Mühldorf übernehmen die Kosten der Ausgleichsleistung eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags anteilig, in Abhängigkeit von den Kilometern je Landkreis. Der Landkreis Erding beteiligt sich nicht. Die Kosten, die prozentual aufgrund der Fahrplankilometer auf den Landkreis Erding entfallen, trägt der Landkreis Mühldorf. Der Start de Linie Dorfen – Haag – Wasserburg könnte schon zum 1. August 2022 erfolgen. Die Kosten für den Landkreis Mühldorf belaufen sich auf 388.000 Euro.

Der Umweltausschuss hat auch alternative Umsetzungsvariante der Verkehrsunternehmer mit der Einführung von sieben Sektorenbedarfsverkehren in Form eines Anrufbetriebs in allen Bereichen des Landkreise einstimmig beschlossen, „Der Vorteil dieses Konzepts ist, dass man die Bevölkerung innerhalb eines Sektors mit einer großen Haltestellenzahl entgegenkommen kann“, erläuterte Landrat Max Heimerl. Dazu wurde der Landkreis in sieben Sektoren eingeteilt.

Sieben Sektoren im Landkreis Mühldorf

Die Fahrten erfolgen nur dann, wenn das Fahrangebot tatsächlich nachgefragt wird. „Dies ist ein Beitrag zum Klimaschutz, denn die Fahrzeuge kommen nur nah vorheriger Bestellung zum Einsatz“, sagte der Landrat.

Grundvoraussetzung ist jedoch , dass die peripheren Orte eines Sektors mit einem zentralen Zentrum und dessen übergeordnetem ÖPNV-System aus Bus- und Bahn verbunden werden. Erst über diesen Verkehrsknoten kann dann die Weiterreise in andere Sektoren des Landkreises oder auch landkreisübergreifend erfolgen.

Landrat Heimerl: Wirtschaftlicher ÖPNV, der auch den nachfrageschwachen Raum bedient

„Für die landkreisweite Umsetzung ist laut Aussage eines Verkehrsunternehmens eine gesonderte Studie und Erhebung mit Aufteilung und Ausgestaltung der Sektoren erforderlich“, erklärte Heimerl. Und weiter: „Durch das Modellprojekt soll festgestellt werden, in wieweit sich das Sektorenkonzept eignet, um den klassischen ÖPNV alternativ zu stärken und ein nachfrageschwachen Räumen und Zeiten wirtschaftlich anzubieten. Im Vordergrund ist von Interesse, ob das Anruftaxi in der Fläche von den Bürgern angenommen wird und ob es zu vertretbaren Kosten umgesetzt werden kann.“

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