ÖDP-Kreisräte fordern Infos zum Tetra-Funk

Mühldorf - Was taugt das Tetra-Funknetz im Ernstfall? Dieser Frage gehen derzeit die ÖDP-Kreisräte Retzer und Roßkothen nach. Ein Antrag wurde bereits an den Kreistag gestellt.

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Die ÖDP-Kreisräte Reinhard Retzer und Hubert Roßkothen möchten über den Stand und die Entwicklung des digitalen Behördenfunks TETRA im Gebiet des Landkreises informiert werden. Sie haben deshalb einen entsprechend formulierten Antrag an den Kreistag gestellt. „Wir erwarten insbesondere eine Stellungnahme der Führungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz über Vor- und Nachteile sowie über die Funktionsfähigkeit des Systems im Ernstfall“, so die beiden ÖDP-Kreisräte in ihrem Antrag.

Neben den gesundheitlichen Bedenken wegen der Dauerbestrahlung von Mensch und Tier durch den TETRA-Funk machen Retzer auch die Aussagen des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sehr skeptisch, nach denen die Tetra-Stationen im Katastrophenfall nur zwei Stunden ohne Strom betrieben werden können.

"Über die Kosten, die über die Neuausstattung der oben genannten Einrichtungen auf unsere Kommunen zukommen besteht derzeit ebenfalls völlige Unklarheit“, so Retzer. Wir wollen, dass sich der Kreistag mit der Thematik befasst, um evtl. bei der Staatsregierung für ein Moratorium beim Auf- und Ausbau einer Technik zu plädieren, die womöglich mit erheblichen gesundheitlichen und funktionstechnischen Risiken behaftet ist.

Pressemitteilung ÖDP Mühldorf

Rubriklistenbild: © dpa

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