Bagger reißt Loch in Schulbus bei Obertaufkirchen

Nur drei Kinder verletzt: Busfahrer warnte Insassen im letzten Moment

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Obertaufkirchen - Das hätte auch ganz leicht ganz anders ausgehen können: Bei einem schweren Unfall zwischen einem Bagger und einem vollbesetzten Schulbus wurden am Montagnachmittag lediglich drei Kinder leicht verletzt.

UPDATE, 10.20 Uhr - Pressemeldung Polizei:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Montag, 23. September, kam es gegen 13.40 Uhr am Kirchplatz in Obertaufkirchen zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Minibagger und einem vollbesetztem Schulbus. Der Minibagger war hierbei auf dem Weg von Obertaufkirchen in Fahrtrichtung Mesmering. Der Schulbus kam aus Richtung Mesmering und fuhr in Richtung Obertaufkirchen.

Im Begegnungsverkehr kam es zunächst zu einem Zusammenstoß zwischen der Baggerschaufel und dem Außenspiegel des Schulbusses. Aus bislang noch unbekannter Ursache krachte im Anschluss der Baggerarm samt Schaufel in das Seitenfenster des Busses. Geistesgegenwärtig warnte der Busfahrer hierbei noch die 49 Businsassen, Schüler im Alter von 8 bis 15 Jahren. Diese konnten sich gerade noch rechtzeitig wegducken. Lediglich drei Schüler zogen sich leichte Verletzungen in Form von Prellungen durch die einschlagende Baggerschaufel zu.

Da die Unfallursache zunächst nicht geklärt werden konnte, wurde durch die Staatsanwaltschaft Traunstein ein Unfallsachverständiger zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen. Der Minibagger wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Erstellung des Gutachtens sichergestellt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

An beiden Fahrzeugen entstand Gesamtsachschaden in Höhe von 15.000 Euro. Die Feuerwehren aus Obertaufkirchen, Schwindegg sowie Oberornau waren mit 45 Mann vor Ort und kümmerten sich um die Erstversorgung der Schüler und die Verkehrsabsicherung. Zudem war der Einsatzleiter des Rettungsdienstes mit 20 Rettungskräften vor Ort um die medizinische Behandlung der Verletzten zu bewerkstelligen.

Durch das schnelle Handeln des Busfahrers konnte Schlimmeres verhindert werden. Besonders zu erwähnen war zudem noch das vorbildlicher Verhalten der im Bus befindlichen Schüler, da diese sich zunächst gegenseitig erstversorgten und Ruhe bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bewahrten.

Pressemeldung Polizei Mühldorf

UPDATE, Dienstag, 6.25 Uhr:

Die Feuerwehr bekam ihre Alarmierung am Montagnachmittag übrigens um 13.48 Uhr, wie die Feuerwehr Obertaufkirchen nun auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Anschließend lief zusammen mit Polizei und Rotem Kreuz ein Großeinsatz an.

Allerdings scheint wirklich alles sehr glimpflich ausgegangen zu sein. Lediglich zwei Kinder seien "sehr leicht" verletzt worden, hieß es. Selbst die Feuerwehr sprach angesichts der Bilder vom Unfallort von "einem Wunder".

Unklar ist weiterhin, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Von der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde nach Angaben von vor Ort ein Gutachter eingeschaltet, der nun die genaue Ursache klären soll.

Die Erstmeldung:

Ein Bus - voll mit Schulkindern - war am Montag, dem 23. September, zwischen Frauenornau und Obertaufkirchen unterwegs. Die Kinder waren auf dem Nachhauseweg von der Schule, als dem Bus ein Bagger entgegenkam.

Unfall zwischen Schulbus und Bagger in Obertaufkirchen

Genau auf Höhe des Schulbusses drehte sich der Bagger mitsamt Schaufel, sprengte ein Seitenfenster und riss ein riesiges Loch in das Fahrzeug. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich angeblich über 100 Personen mit dem Bus unterwegs gewesen sein. Von der Unfallstelle wird berichtet, dass wie durch ein Wunder nur zwei Kinder leicht verletzt wurden, die anderen Kinder haben wohl einen riesigen Schock bekommen.

Wie es genau zu dem Unfall kam, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter zur Klärung beauftragt.

Die Feuerwehren aus Obertaufkirchen, Schwindegg und Oberornau stellten den Brandschutz sicher, kümmerten sich um die Businsassen und errichteten eine Örtliche Umleitung. Ein Großaufgebot des BRK war ebenfalls vor Ort und versorgte die Verletzten und betreute die Kinder. 

Eine Pressemitteilung der Polizei mit weiteren Details folgt.

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