Fehler beim Bau

Südfahrbahn der Ornautalbrücke für die A94 muss abgerissen werden

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Obertaufkirchen/Dorfen - Wegen baulichen Fehlern muss die Südfahrbahn der Ornautalbrücke nun wieder abgerissen werden. 

Die erst vor Kurzem fertiggestellte Südfahrbahn der Ornautalbrücke weist "geometrische Abweichungen" auf, wie Oliver Lauw, Geschäftsführer der Isentalautobahn GmbH, gegenüber der Passauer Neuen Presse (PNP) bestätigte. Daher muss nun der Brückenaufbau wieder abgerissen werden, die Kosten dafür trägt die GmbH. 

Dass es beim Bau der Ornautalbrücke Abweichungen im Milimeterbereich gegeben hat, die Auswirkungen auf die Statik haben könnten, wurde bereits Anfang des Monats bekannt. Bereits damals versicherte die Geschäftsführung der Isental-Autobahn-Gesellschaft, dass es dadurch keine Verzögerung beim geplanten Fertigstellungstermin im Oktober 2019 geben wird. Bei einem kürzlichen Besuch des Landrats des Lankreises Mühldorf am Inn, Georg Huber auf der Baustelle wurde ihm mitgeteilt, dass die Bauarbeiten an der 350 Meter langen Ornautalbrücke ungeachtet der derzeitigen statischen Prüfung einer der beiden Fahrbahnen weiter laufen. Dies sei durch die Bauweise mit zwei gänzlich separaten Überbauten möglich, die auch im laufenden Betrieb und der Erhaltung der Brückenbauwerke des neuen A94-Teilstücks von Vorteil ist

Die 33 Kilometer lange Strecke des im Bau befindlichen A94-Abschnitts umfasst insgesamt 58 Brückenbauwerke, davon etwa 20 Kreuzungsbrücken, die teils als ökologische Verbindungen fungieren. Der schwere Erdbau ist mittlerweile zu 98 Prozent und damit nahezu abgeschlossen. Kosten und Fertigstellung im Spätherbst 2019 sind weiterhin im Plan, so die Autobahngesellschaft beim Besuch Hubers. Die Gesamtkosten für den Bauabschnitt betragen rund 440 Millionen Euro zuzüglich Kosten für Betrieb und Erhaltungsmaßnahmen über eine Betriebszeit von 30 Jahren. "Es gibt weder Verzögerungen noch eine 'Kostenexplosion", hatte Alfred Stanggassinger, einer der Geschäftsführer des A94-Projekts bei einer Baustellenbesichtigung des Vereins "Ja zur A94" Anfang April betont. Ende des vergangenen Jahres hatte es entsprechende Berichte gegeben.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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