Sonderbaulastvereinbarung mit dem Landkreis

Ortsumfahrung ist einen Schritt weiter

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Die mögliche Trassenführung der Ortsumfahrung.
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Obertaufkirchen/Schwindegg/Mühldorf am Inn - Die geplante Ortsumfahrung, welche nach Fertigstellung der A94 Entlastung bringen soll, ist einen Schritt weiter. 

Der Kreisausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Sonderbaulastvereinbarung zwischen dem Landkreis und den Gemeinden Obertaufkirchen und Schwindegg zum Bau der Ortsumfahrung Obertaufkirchen aus. Der Landkreis beteiligt sich pauschal mit zehn Prozent der Baukosten an der Maßnahme. 

Nun muss dem noch der Kreistag zustimmen, die Räte beider Gemeinden haben dies bereits getan. 

Schon seit vielen Jahren Thema

"Der Landkreis wurde im vergangenen Jahr von der Gemeinde Obertaufkirchen informiert, dass eine Realisierung einer Ortsumfahrung Obertaufkirchen im Zuge der Kreisstraßen MÜ30 und MÜ22 zur Bündelung des Verkehrs von und zur Anschlussstelle der A94 für die Gemeinde, aber auch die nähere Region von elementarer Bedeutung ist", so Thomas Bumberger von der Abteilung für Hoch- und Tiefbau im Landratsamt. 

In Obertaufkirchen könnte es laut zugehen, wenn die Autobahn kommt. 3700 Autos, so Statistiken, würden dann täglich durch den Ort rauschen, eine Verdopplung. Deshalb gibt es bereits seit längerem Pläne für eine Ortsumfahrung. Ein Projekt, dass rund acht Millionen Euro kosten würde. Bereits vor einigen Jahren wurde die MÜ30 verlegt, was auch den ersten Schritt für die Ortsumfahrung darstellte.

Landkreis beteiligt sich

Zur Klärung der Trägerschaft habe im Frühjahr im Verkehrsministerium ein Abstimmungsgespräch zwischen Vertretern des Ministeriums, der Regierung von Oberbayern, der Gemeinde und dem Landkreis stattgefunden. "Dabei wurde festgelegt, dass aufgrund der künftigen Entlastungs- und Netzfunktion im Hinblick auf die Fertigstellung der A94 das Vorhaben als Kreisstraße in sogenannter 'gemeindlicher Sonderbaulast' durch die Gemeinde geplant, gebaut und finanziert werden soll", so Bumberger weiter. Auch ein möglicher Trassenverlauf ist bereits geplant. 

Der Landkreis soll sich an den Planungs- und Bauleitungskosten pauschal mit 10 Prozent der Baukosten beteiligen. Diese Beteiligung bewege sich in einem Kostenrahmen in Höhe von etwa 300.000 Euro. Hierfür müsse eine Sonderbaulastvereinbarung zwischen dem Landkreis und den betroffenen Gemeinden abgeschlossen werden. Die Gemeinderäte von Obertaufkirchen und Schwindegg haben dem bereit zugestimmt. 

"Die Verkehrsbedeutung dieser Ortsumfahrung wird künftig nach Verkehrsfreigabe und Nutzung der A94 seitens der Verwaltung des Landkreises laufend überprüft und kann gegebenenfalls eine Änderung der Straßenbaulast zur Folge haben", erklärte Bumberger abschließend. 

Auch andernorts Engagement für Ortsumfahrungen

Auch andernorts gibt es Engagement für Ortsumfahrungen. Waldkraiburger Kommunalpolitiker bemühen sich bereits seit einer Weile darum, dass im Zuge des Ausbaus der St2091 auch eine Umfahrung für den Ortsteil Pürten kommt. Wiederum in Mühldorf am Inn versucht Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner mit Briefen an das Verkehrsministerium Unterstützung für die dort geplante Ostumfahrung zu erreichen.

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