MÜ30 wird verlegt

Dieser Bahnübergang ist bald Geschichte

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Durch die Verlegung der MÜ30 wird dieser höhengleiche Bahnübergang überflüssig
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Obertaufkirchen - Die Kreisstraße MÜ30 wird verlegt, der Bahnübergang kommt weg. Das soll dem Bahnausbau dienen - und der Verkehrsanbindung der Gemeinde.

Seit 1. Juli wird an der Staatsstraße 2084 auf Höhe der Kreisstraße MÜ30 gebaut. In einem 6,1 Millionen Euro teuren Projekt wird ein kurzer Abschnitt der MÜ30 verlegt. Aktuell passieren die Fahrzeuge, die von der Staatsstraße aus in die MÜ30 einbiegen, einen höhengleichen Bahnübergang. Für den zweigleisigen Bahnausbau ist es aber nötig, dass alle Übergänge durch Unter- oder Überführungen ersetzt werden. "Der Landkreis Mühldorf ist bei der MÜ30 in der Verpflichtung, etwas zu tun", erklärte Landrat Georg Huber beim symbolischen Spatenstich am Freitagvormittag.

Neue Brücke, neuer Kreisverkehr

Von der Staatsstraße 2084 aus (im Hintergrund) führt die neue Mü30 in einer S-Kurve eine Anhöhe hinauf (zum Vergrößern Bild anklicken)

Künftig können die Autofahrer in westlicher Fahrtrichtung auf der Staatsstraße schon einige Meter früher links abbiegen - auf einer neu zu bauenden Linksabbiegerspur. Anschließend fahren sie in einer Links-Rechts-Schleife zunächst über eine Brücke (und überqueren so das Bahngleis) und kommen anschließend an einem Kreisverkehr an. Dort geht es rechts weiter zur bisherigen MÜ30. Der kurze MÜ30-Abschnitt mit dem höhengleichen Bahnübergang wird so ausgespart. Dieser Abschnitt wird im Zuge der Baumaßnahme vollständig rückgebaut. Die Länge der neuen MÜ30 beträgt einen Kilometer.

Landkreis investiert 2,2 Millionen Euro

Landrat Georg Huber

Weil die Linksabbiegerspur, die Brücke über die Bahngleise (eine Stahlbetonbrücke mit 54 Metern Spannweite) und der Kreisverkehr neu gebaut werden müssen, kommen hohe Kosten auf den Landkreis zu. Die Deutsche Bahn und der Bund tragen jeweils ein Drittel der Projektkosten, allerdings ohne den Kreisverkehr. Der Landkreis muss deshalb knapp 2,2 Millionen Euro selbst stemmen. "Das ist schon eine Menge Geld, die da der Landkreis aufbringen muss", sagte Landrat Huber.

Am Freitag fand der symbolische Spatenstich statt. Baubeginn war schon am 1. Juli

Die Verkehrsfreigabe ist voraussichtlich im Dezember 2016. Bis dahin gilt ein strenger Zeitplan. "Die Bahn muss halt auch während der gesamten Maßnahme in Betrieb bleiben", erklärte Huber. Es gebe einen bestimmten Zeitraum, wo man näher an die Bahn rangehen könne. "Diesen Zeitraum müssen wir auch einhalten, sonst kostet es den Landkreis Geld", so Huber.

Kreisverkehr ebnet Weg für Ortsumfahrung

Der Verlauf der neuen MÜ30 ist nicht zufällig gewählt. Die neue Straße ist zugleich der erste Abschnitt der Ortsumfahrung Obertaufkirchen. Am Kreisverkehr soll langfristig in östlicher Richtung ein Abzweig nach Thalham führen. In Richtung Süden soll die Ortsumfahrung Obertaufkirchen verlaufen.

Obertaufkirchens Zweiter Bürgermeister Georg Thalmeier sagte beim Spatenstich, er hoffe, dass die Ortsumfahrung komme, bis die A94 fertig ist. Dazu erklärte Landrat Huber, dass er dies nicht garantieren könne. Man müsse auf die Vorgaben des Bundes zur B15neu warten und sich danach darüber unterhalten. Klarheit zur B15neu erwartet sich Huber Mitte nächsten Jahres.

Spatenstich für die MÜ30 in Obertaufkirchen

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