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Nachgefragt bei der Feuerwehr Obertaufkirchen

Ein Jahr nach Facebook-Appell: Immer noch teils haarsträubendes Verhalten

In einem eindringlichen Facebook-Post appelliert die Feuerwehr von Obertaufkirchen an Autofahrer, von Überholmanövern gegen ihre Fahrzeuge im Einsatz abzusehen.
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In einem eindringlichen Facebook-Post appellierte die Feuerwehr von Obertaufkirchen im November des vergangenen Jahres an Autofahrer, von Überholmanövern gegen ihre Fahrzeuge im Einsatz abzusehen.

Ein Jahr ist es nun her, dass sich die Feuerwehr Obertaufkirchen in einem Facebook-Post an die Öffentlichkeit wendete und um umsichtigeres Verhalten bat. Wir haben uns erkundigt, ob sich die Lage inzwischen gebessert hat und wie es anderen Wehren im Landkreis Mühldorf am Inn geht.

Obertaufkirchen/Landkreis Mühldorf am Inn - „Für 10, vielleicht 15 Minuten die sie nicht im Stau stehen müssen riskieren diese Leute ihre und unsere Sicherheit und Gesundheit“, klagte damals Fabian Wetzl, stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr Obertaufkirchen e.V. gegenüber innsalzach24.de. „Meistens gefährden sie sich und andere aber für gar nichts: Als wir in der vergangenen Woche zur Absicherung eines Lkw-Unfalls im Tunnel der A94 bei Ampfing anrückten brauste auf einmal ein Autofahrer mit bestimmt 150 km/h auf dem Pannenstreifen an uns vorbei. Der hat dann aber die Ausleitung nicht gesehen und stand dann am Tunneleingang erst einmal. Es hat ihm also gar nichts gebracht.“

Das Überholen eines Einsatzfahrzeugs, welches mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs fährt, ist grundsätzlich nicht illegal. Ärger droht allerdings, wenn die Einsatzkräfte nachweislich durch das Überholmanöver behindert oder gar gefährdet werden. Als ein Grundsatzurteil gilt dabei der Fall einer Frau, die ein mit eingeschalteter Notfallsirene und Blaulicht fahrendes Feuerwehrfahrzeug zu überholen versuchte und dabei mit dem nach links ausscherenden Einsatzfahrzeug kollidierte. Das Landgericht Magdeburg entschied 2001, dass sie für den Unfallschaden in voller Höhe aufkommen musste, wie die Fach-Website rettungsdienst.de berichtet.

Ein Jahr nach Facebook-Appell der Feuerwehr Obertaufkirchen: Weiterhin problematisches Verhalten von Autofahrern

„Dieses spezifische Problem haben wir inzwischen weniger. Ob das an unserem Post lag, ist schwierig zu sagen. Es sind ja doch auch sehr viele Verkehrsteilnehmer von außerhalb der Region hier unterwegs“, berichtet Wetzl im Gespräch mit unserer Redaktion nun, „Leider gibt es aber weiterhin noch viel zu viele Fälle von rücksichtslosem Verhalten während unserer Einsätze. Der letzte liegt nur eine Woche zurück.“ Am Samstag den 5. November hatte sich auf der A94 Passau-München zwischen Schwindegg und Dorfen ein Unfall ereignet, zu dem auch die Wehr aus Obertaufkirchen ausrückte.

Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022

Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022
Unfall auf der A94 bei Schwindegg am 5. November 2022 © fib/Eß

Die Feuerwehrleute aus Obertaufkirchen und ihre Kameraden aus Weidenbach mussten dabei während der Unfallaufnahme beobachtet, wie gleich drei Autofahrer versuchten, durch die ordnungsgemäß gebildete Rettungsgasse zu fahren, um dadurch schneller vorwärts zu kommen „Dabei haben sie unsere Kameraden teils aufs wüsteste und persönlich beleidigt!“. Alle drei wurden durch Beamte der Autobahnpolizei Mühldorf im Anschluss angehalten und gegen die jeweiligen Fahrer ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet, wie es im Polizeibericht heißt. Sie müssen nun mit einem Bußgeld im dreistelligen Bereich, einem Monat Fahrverbot und 2 Punkten im Verkehrszentralregister rechnen.

„Ja, leider verhalten sich manche Verkehrsteilnehmer auf teils haarsträubende Weise“, weiß auch Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber zu berichten, „Ich bin ja bei den meisten Autobahneinsätzen vor Ort dabei und muss immer wieder verheerendes Verhalten erleben. Beispielsweise, dass sich ein Autofahrer hinter mich klemmt, wenn ich durch die Rettungsgasse zum Einsatzort fahre. Vor allem aber bereitet mir derzeit Kopfschmerzen, dass Lkw-Fahrer teils gar keine Rettungsgasse mehr bilden! Wir kommen dann mit unseren Einsatzfahrzeugen nicht mehr an ihnen vorbei, weil diese teilweise ‚Elefantenrennen‘ veranstalten, also Überholmanöver zwischen zwei Lkws mit wegen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für sie, nur sehr niedrigem Tempo. Es ist absolut unverständlich, warum wir sowas immer wieder erleben müssen!“

hs

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