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Bewertung der Privatbahnen in Bayern

Nur Platz 19 und trotzdem glücklich – Deshalb freut die Südostbayernbahn eine nur mäßige Bewertung

SOB-Geschäftsführer Matthias Krause: „Wir haben uns massiv nach vorne entwickelt.“
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SOB-Geschäftsführer Matthias Krause: „Wir haben uns massiv nach vorne entwickelt.“

Obwohl es nur knapp zu einem Platz über 20 gereicht hat, ist die Südostbayernbahn mit der Bewertung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft zufrieden. Dafür hat sie Gründe.

Mühldorf – Sauberkeit, Kundenservice und Ausstattung der Züge in der Region sind im bayernweiten Vergleich unterdurchschnittlich.

Das ist das Ergebnis der jährlichen Bewertung der Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG). Trotzdem herrscht bei der Südostbayernbahn nahezu euphorische Stimmung.

Platz im Mittelfeld

In der Rangliste der 31 bewerteten bayerischen Bahnnetze erfüllen die Linien der Südostbayernbahn und Meridian in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein zwar die Mindeststandards. Trotzdem reich es nur für Plätze im Mittelfeld. Der Meridian fährt auf Platz 16, die SOB auf 19.

Absturz von 2020 wieder aufgeholt

Dabei hat das heimische Unternehmen den Absturz vom vergangenen Jahr auf 32 Punkte deutlich wettgemacht. „Wir bewerten das Ergebnis grundsätzlich sehr positiv“, sagt SOB-Geschäftsführer Matthias Krause. „Wir haben uns massiv nach vorne entwickelt.“ Die Bewertung 2021 sei die beste für die SOB seit Einführung des Rankings 2014. „Wir wurden bisher immer schlechter bewertet“, sagt Krause. Die große Herausforderung sei es, das zu „stabilisieren, was wir bisher erreicht haben“.

Bessere Reinigung und Information

Als Grund für die deutlich bessere Bewertung nennt Krause, die Verbesserung der Fahrgastinformationen mit Durchsagen und Hinweistafeln. „Die Kollegen haben unsere Vorgaben schnell umgesetzt“, sagt er, nachdem dieser Punkt im vergangenen Jahre deutlich schlechter bewertet worden war.

Neue Putzfirma

Eine wichtige Änderung gab es auch bei der Reinigung der Züge. „Wir haben eine neue Reinigungsfirma und schon die ersten Erfolge.“ Zudem sei unterwegs ein Reinigungsteam in den Zügen unterwegs, ein Dienstleister habe die Übernachreinigung übernommen.

Auf einer Skala von -100 bis +100 erstellt die BEG seit 14 Jahren ein Ranking des Regionalverkehrs in ganz Bayern, das auf der Bewertung von Testern und Fahrgastbefragungen basiert. Die Kriterien für die Rangliste sind die Sauberkeit der Waggons, die Fahrgastinformation, die Ausstattung und der Umgang bei Kundenbeschwerden. Kein Thema ist die die Pünktlichkeit der Züge.

Drei Netze mit höchster Punktzahl

Seit Beginn des BEG-Rankings im Jahr 2008 haben es zum ersten Mal drei Netze geschafft, die höchste Punktzahl zu erreichen. Die Bahnbetreiber der fränkischen Netze Kahlgrund, Agilis-Nord und Kissinger Stern erreichten die Bestmarke von 100 Punkten. Von den 31 überprüften Regionalzügen hat mit der Regio Würzburg-Thüringen nur eine Linie die Mindestanforderungen nicht erfüllt und steht mit -10,8 Punkten am Ende der Tabelle.

Bonuszahlungen als Anreiz

Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, den Service dauerhaft zu verbessern, setzt die BEG einen finanziellen Anreiz. Jedes Netz, das über null Punkten liegt und somit den Mindeststandard erfüllt, bekommt Bonuszahlungen. Liegt die Servicequalität darunter, wird eine Strafe fällig.

Platz und Werte gesteigert: Die Südostbayernbahn konnte sich in der Bewertung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft steigern. Sie erzielte das beste Ergebnis seit EInführung des Rankings.

Den Grund für das insgesamt so gute Abschneiden der bayerischen Bahnliniensieht Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, nicht zuletzt bei den durch Corona immer noch niedrigeren Fahrgastzahlen. „Die Corona-Pandemie hat am hohen Niveau der Servicequalität einen gewissen Anteil. Denn wenn weniger Menschen unterwegs sind, wirkt sich das positiv auf die Sauberkeit in den Zügen aus.“

Noch kein Ergebnis der Ausschreibung

Noch nicht entschieden ist, wer das heimische Bahnnetz künftig betreibt. Das sagte SOB-Geschäftsführer Krause. Das Verfahren, mit dem sich unter anderem die SOB erneut um das Netz beworben hat, läuft nach seinen Angaben noch. Mit einer Entscheidung rechnet er frühestens vor Pfingsten.

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