Die Not mit der Notdurft

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Ein möglicher Standort für ein öffentliches WC wäre hinter dem H&M.

Mühldorf - Seit dem Beginn der Bauarbeiten für den H&M gibt es am Mühldorfer Stadtplatz keine öffentliche Toilette mehr. Wer muss, muss in die Tiefgarage am Hallenbad gehen.

Doch dieser Weg ist vor allem nach Ansicht der SPD zu weit, sie hat deshalb den Antrag gestellt, eine öffentliche Bedürfnisanstalt auf dem Stadtplatz oder in unmittelbarer Nähe zu schaffen.

Das Problem ist der Standort, wie Bürgermeister Günther Knoblauch betont. Die im Stadtrat angekündigte Suche ist bislang erfolglos. Möglich sei der Bau einer öffentlichen Toilette an der Rückseite des H&M oder die Einrichtung im Zuge eines Neubaus des benachbarten Dönerhauses, in das nach dem Willen der Stadt C&A einziehen könnte. Die Pläne für den Umbau des Hauses, seine Erweiterung Richtung Luitpoldallee und die Ansiedlung eines Einzelhandelsgeschäfts sind allerdings noch nicht spruchreif.

Auch der Platz hinter H&M könnte Schwierigkeiten bereiten, weil sich der Ort im Bereich der denkmalgeschützten Stadtmauer befindet. "Außerdem ist er nur noch wenige Meter von der Tiefgarage entfernt", gibt Knoblauch zu bedenken. Damit stelle sich die Frage, ob eine Investition von geschätzt 200.000 Euro vertretbar wäre.

Unwahrscheinlicher ist nach derzeitigem Stand ein WC auf dem Stadtplatz. Einen Bau unter der Erde schließt Knoblauch aus Kostengründen aus, geeignete Geschäftsräume seien derzeit nicht bekannt. Auch das Rathaus kommt nicht in Frage. Dort gibt es zwar eine Toilette, die aber nur zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich ist; samstags ist beispielsweise geschlossen.

Im Entwurf für den Investitionsplan 2012 stehen nach Angaben Knoblauchs noch 200.000 Euro für das WC.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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