Nur noch den Kopf schütteln

Töging - Streit um Töginger Wasserschutzgebiet: Als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet CSU-Ortsvorsitzender Marcus Köhler die Kritik der Töginger SPD an der CSU in einer Mitteilung vom Freitag.

Köhler darin: "Ich erinnere nur daran, dass sich der Töginger Stadtrat in seiner Gesamtheit mit großer Mehrheit gegen eine Beteiligung an einem Gewerbezweckverband im jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen hat, da die Töginger Wasserprobleme nicht gelöst sind. Daher kann ich nicht verstehen, warum sich der SPD-Ortsvorsitzende hierüber so aufregt, wo doch auch der Großteil seiner eigenen Fraktion dem CSU-Vorschlag zugestimmt hat."

CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Tobias Windhorst schließt sich Köhlers Meinung an: "Ich kann nur das wiederholen, was die CSU schon immer sagt: Es ist entscheidend, dass wir in Töging zuerst einmal unsere Probleme mit der Trinkwasserversorgung in den Griff bekommen. Hiervon sollte die SPD nicht ablenken durch Diskussionen um Arbeitsplätze. Jeder weiß, dass sich die CSU seit jeher für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen - genauso im Übrigen wie auch jede andere politische Gruppierung - einsetzt. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", so Windhorst.

Die Stadt dürfe das Wasserschutzgebiet "nicht aus kurzfristigen Motiven aufgeben, dies wäre ein schwerer strategischer Fehler zulasten nachfolgender Generationen und ein Verkauf Töginger Interessen zugunsten von Erharting und Mühldorf", erklärt Windhorst.

Windhorst sieht die Töginger SPD in Gefahr, sich von Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch zum Befehlsempfänger degradieren zu lassen. Stattdessen sollten die Sozialdemokraten "ehrlich für Töginger Interessen kämpfen". Windhorst weiter: "Im übrigen ist bisher überhaupt nicht klar, warum sich die Stadt Mühldorf derart in der aktuellen Diskussion engagiert, schließlich handelt es sich um Flächen der Gemeinde Erharting im Wasserschutzgebiet Töging. Mühldorf ist daher von dem konkreten Projekt Logistikzentrum gar nicht betroffen."

Für Windhorst stellt sich die Frage, welche Mühldorfer Eigeninteressen hinter dem Engagement Knoblauchs stecken.

Umweltreferent und Stadtrat Gerd Pfrombeck: "Die CSU wird sich auch von Ablenkungsmanövern der SPD - egal ob aus Mühldorf oder Töging - nicht abbringen lassen und auch weiterhin für sauberes Trinkwasser in Töging kämpfen."

Zum Thema Öffentlichkeit von Stadtratssitzungen erklärt Windhorst unmissverständlich: "Wir werden uns auch in Zukunft nicht verbieten lassen, die öffentliche Behandlung von Tagesordnungspunkten in der Stadtratssitzung zu beantragen. Wenn die SPD meint, dass es zu viel Öffentlichkeit gebe, dann kann ich hierüber nur den Kopf schütteln."

rob/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © csu-toeging.de

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