Noch 990 Kilometer bis ans Ziel

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Mit dem Spendenlauf soll das Hilfsprojekt "Zurück ins Leben" des Vereins "Unterstützung Osteuropa e.V." in Bosnien gefördert werden. Es hilft den Menschen in Bosnien-Herzegowina zurück in ein menschenwürdiges Leben.

Taufkirchen - Rund 1746 Kilometer möchte Charly Weiper laufen; von Havixbeck nach Srebrenica. Jetzt machte er auch in Taufkirchen, Heldenstein und Buchbach Station.

Vor rund zwei Jahren nahm die Idee in Charly Weipers Kopf Gestalt an. Drei Monate lang ließ er sich Zeit und dann stand die Entscheidung fest: Er würde die Bewegung "Run for their lives" ins Leben rufen und organisieren. "Das Schlimmste, was mir passieren kann, ist, dass ich alleine laufe" so Charly Weiper damals. Die bisherige Resonanz zeigt allerdings, dass er da keine Sorgen haben muss.

Über rund 1746 Kilometer wird der Weg von Havixbeck nach Srebrenica führen. Durch fünf Länder geht der Lauf. "Jeder kann mitlaufen, walken oder gehen - egal wie viele Kilometer, egal wie schnell", betont Charly. Jeden Tag werden morgens und nachmittags jeweils 15 Kilometer zurückgelegt. Von jedem Ort aus können sich also auch Menschen anschließen, die die Tour ein Teilstück begleiten.

Mit der von ihm initiierten Aktion möchte er für positive Unruhe sorgen und die Aufmerksamkeit auf die Lage der Menschen in Bosnien-Herzegowina lenken.

Die Strecke des Spendenlaufes "Run for their lives" mit Charly Weiper führte auch über Buchbach und Heldenstein nach Taufkirchen. Begleitet wurde er dabei von einem Buchbacher, und ab Heldenstein von einem Mitglied des SV Weidenbach und sechs Läufern aus Taufkirchen. Mit der Läufergruppe starteten auch die Walkerinnen Andrea, Maria und Heidi aus Taufkirchen und sie verfolgten die etwas schnelleren Männer bis ans Ziel in Gallenbach. Lediglich 40 Minuten später kamen sie am Ziel an.

Charly Weiper startete am 18. Juli im westfälischen Havixbeck und möchte die Strecke in 57 Tagen bewältigen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jakob Bichlmaier und einer verdienten Brotzeit gab es eine sehr interessante Unterhaltung. "Jeder Tag hat seine Besonderheiten" so Weiper "immer wieder gibt es Überraschungen."

Zahlreiche lokale Sportler (hier drei Walkerinnen aus Taufkirchen) unterstützten Charly Weiper.

Auf die Frage wieviel Wert er auf richtige Versorgung legt, meint der 55-Jährige schmunzelnd: "Ich liebe einfach ein ordentliches Essen nach den Strapazen und sorge dafür, dass mein Körper immer mit genug Magnesium und Kalzium versorgt ist". Seine Startnummer 8372, so Weiper, ist zugleich die Anzahl der Toten beim Massaker in Bosnien, seinen Weggefährten werden je nach Beteiligung niedrigere Nummern ausgehändigt. MdB Stefan Mayer trug beispielsweise die Nummer 7830.

542 Läufer waren somit schon am Start. Auch in Taufkirchen gab es eine besondere Überraschung für Charly. Eine gebürtige Havixbeckerin, die seit zehn Jahren im Landkreis Mühldorf wohnt, kam nach Taufkirchen um Charly Weiper zu begrüßen und in einem Plausch Neuigkeiten über ihre Heimat zu erfahren.

Beim Start am Mittwoch um 9 Uhr am Gemeindezentrum fanden sich neben Stefan Mayer noch drei weitere Mitläufer ein, ein Feichtner plant die Teilnahme bis zu den Obertauern in rund sechs Tagen. Ihnen allen wünschte Bichlmaier zum Start viel Erfolg und gutes Durchhalten.

fim/Mühldorfer-Anzeiger

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