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Ihren Humor hat Magarete Gärtner nicht verloren, als ihr Sohn Horst (links) und Dritter Bürgermeister Funiok Händchen haltend gratulieren.

Mühldorf - Es ist ein sehr exklusiver Kreis, dem Margarete Gärtner seit vorgestern angehört: Die Mühldorferin ist 100 geworden. Nur noch Josef Maier übertrifft sie mit 103 Jahren.

Ein Oberschenkelhalsbruch im letzten Jahr hat sie an den Rollstuhl gefesselt, das Gehör spielt schon länger nicht mehr mit, auch das Sprechen fällt bisweilen schwer. „Wie ein Nackerter im Dornenstrauch“, sagt sie über ihr Befinden – und lacht herzlich. „Man ist halt nicht mehr die Jüngste“, 100 seit Donnerstag, gefeiert mit vielen Gästen im Heilig-Geist-Spital.

Dass sie dort einst Dritten Bürgermeister Christian Funiok zum Fest empfangen würde, war Margarete Gärtner nicht in die Wiege gelegt. Als sie das Licht der Welt im Sudetenland in Reichenberg dem heutigen Liberec erblickt, ist der Erste Weltkrieg gerade vorbei und Deutschand wesentlich größer als heute. Kaum 18 heiratet sie Bruno Gärtner und bringt einen Sohn zur Welt, bevor sie das Schicksal zahlloser Ostdeutscher teilt: Die Vertreibung, die sie aber nicht in eine neue Heimat führte. Denn zunächst landeten Gärtners in Thüringen, die Eltern kommen nach Oberbayern. Im Zuge der Familienführung muss Magarete erneut umziehen, um endlich in Mühldorf sesshaft zu werden. „Man muss sich das mal vorstellen“, sagt ihr Sohn Horst, „zweimal bei Null anfangen, nur mit dem nötigsten, das man tragen konnte.“

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