Die neue Ordnung greift

Neumarkt-St. Veit - Seit September 2008 arbeiten die fünf Pfarreien im erweiterten Pfarrverband Neumarkt-St. Veit zusammen. Ein wichtiger Punkt waren die Änderungen im Gottesdienstplan.

Denn bei mehr Pfarreien, mehr Gottesdienstorten und weniger Priestern mussten Anpassungen erfolgen, wie es seitens des Neumarkter Pfarramtes heißt.

Pfarrer Franz Eisenmann.

Und wenn nun Pfarrer Franz Eisenmann das vergangene Jahr zusammenfasst, kann er zufrieden auf die Neuerungen zurückblicken, die in jeder der fünf Pfarreien mittlerweile Akzeptanz gefunden hätten. Denn das Anliegen, an jedem Sonntag zumindest in jeder Pfarrkirche einen Gottesdienst anzubieten, sei bislang auch in die Tat umgesetzt worden.

"Die Leute tragen dies mit. Auch wenn es vereinzelt Gläubige gibt, die sich die alten Verhältnisse zurück wünschen würden", sagt Eisenmann. Ein ganz großes Plus, das der Neustrukturierung mit Sicherheit geholfen habe, sei, dass diese gut und außerdem bereits vom ehemaligen Stadtpfarrer Alois Holzner frühzeitig vorbereitet worden sei.

Als wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Umstrukturierungsmaßnahmen sieht Eisenmann die Offenheit und Transparenz. "Die Leute legen Wert darauf, dass die Lasten gerecht verteilt werden."

Zwar sei in der Vergangenheit schon mal die Kritik geäußert worden, dass es in der Pfarrei Neumarkt mehr Gottesdienste gebe. "Aber Neumarkt beinhaltet auch die größte Pfarrei, das wurde dann auch eingesehen", so Eisenmann.

Dass es letztlich nur noch fünf Christmetten in den fünf Pfarrkirchen gegeben habe, daran habe man zwar schwer zu knabbern gehabt in den einzelnen Pfarreien, erzählt Eisenmann.

Weniger Gottesdienste, stattdessen mehr Wortgottesdienstfeiern: Was in Niederbergkirchen aufgrund des Weggangs von Pfarrer Albert Lang schon seit Längerem praktiziert wird, greife laut Eisenmann zunehmends auch in den übrigen Pfarreien des Pfarrverbandes Neumarkt. "Wir haben vor zwei Wochen einen neuen Kurs für Wortgottesdienstleiter gestartet, aus allen fünf Pfarreien nehmen Leute daran teil", berichtet Eisenmann erfreut. Neun Anwärter würden derzeit diesen Kurs besuchen.

Einmal im Monat muss laut Eisenmann an jedem Ort eine Wortgottesfeier stattfinden. Nach Möglichkeit ist dort am Samstag dann eine Abendmesse, heißt es seitens des Pfarramtes. Und auch, wenn die Gläubigen nach wie vor lieber Messfeiern besuchen würden, hätten sich die Wortgottesdienstfeiern mittlerweile etabliert.

Und Pfarrer Eisenmann kann auf engagierte Helfer zurückgreifen: Im gesamten Pfarrverband Neumarkt könne er sich auf 28 Wortgottesdienstleiter verlassen, die, in Dreier-Teams organisiert, den Priestern unter die Arme greifen.

je/Neumarkter Anzeiger

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