M24: Das neue Jugendzentrum

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Bald soll das neue Jugendzentrum fertig sein: Max Kechter, Sozialabreiter Erwin Moritz und Patrick Marksteiner bei den Renovierungsarbeiten.

Mühldorf - Seit September befindet sich das Gebäude auf dem ehemaligen Finsterbusch-Gelände im Umbau. Nachdem die Baracke abgerissen wurde, entsteht ein neues Jugendzentrum in der Mühlenstraße 24, das M24.

Mit 15-20 Jugendlichen bauen die Sozialpädagogen Erwin Moritz und Volker Ludwig das Gebäude um. Nach den Angaben von Bürgermeister Günter Knoblauch belaufen sich die Umbaukosten bisher auf etwa 16.000 Euro.

Das neue Jugendzentrum erstreckt sich über zwei Stockwerke und bietet viel mehr Platz als die Baracke. Noch ähnelt der neue Treff zwar einer Baustelle, die gröbsten Umbauarbeiten sind aber schon gemacht: Der Boden wurde erneuert, die Wände in verschiedenen Farben gestrichen und der Veranstaltungsraum aus Lärmschutzgründen gedämmt.

Beim M24 sind im Programm und im Konzept einige Änderungen vorgenommen worden. "Die größte Änderung wird sein, dass es jeden Tag ein Programm gibt, an dem die Jugendlichen teilnehmen können" sagt der Jugendpfleger der Stadt Mühldorf, Erwin Moritz. Er schätzt, dass der Jugendtreff voraussichtlich im Februar mit dem neuen Angebot eröffnet.

Und das hat einiges zu bieten: Ein Fotolabor, wöchentliche DVD-Abende, ein Bistro und eine Radlwerkstatt. In der Werkstatt reparieren die Jugendlichen alte Fahrräder und streichen sie in den Mühldorfer Stadtfarben Rot und Weiß an. Die Jugendlichen können sich die Räder dann kostenlos ausleihen. Weiter stehen ihnen Computer mit Internetzugang, ein Fitnessraum und ein Mädls- und "gleichberechtigungshalber auch ein Jungszimmer" zur Verfügung, so Moritz. "Die zwei Zimmer konnten die Jugendlichen nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten". Der Jungsraum ist in Grün, der Mädlsraum in Lila gehalten. Auch einen Bandproberaum, eine Tischtennisplatte und natürlich einen Kickerkasten werde es geben.

Die Jugendlichen könnten laut dem Sozialpädagogen auch kostenlos Schlagzeug- oder Gitarrenunterricht nehmen. Einmal im Monat wird es in dem neuen und größeren Veranstaltungsraum Partys geben. "Alkohol und Zigaretten sind aber auf dem gesamten Gelände verboten" stellt Moritz klar.

In der Baracke gab es wegen des Rauchverbots auf dem Gelände immer wieder Probleme. Die Jugendlichen gingen zum Rauchen auf die Straße und nahmen ihre Getränke mit. Die mitgebrachten Flaschen landeten häufig auf der Straße und wurden zur Gefahr für vorbeifahrende Autos. Wie sich das Problem in dem neuen Treff entwickeln wird, ist noch offen.

Die Besucher des Treffs hätten sich im Laufe der Zeit sehr verändert. "Zu den Anfangszeiten waren es hauptsächlich Gymnasiasten oder Realschüler, die uns besucht haben" sagt Moritz. Jetzt würden Hauptschüler den Großteil der Besucher ausmachen.

Neben dem M24 ist der Kulturschuppen eingezogen. Unter der Leitung von Volker Ludwig und in Zusammenarbeit mit dem Kulturschuppen gibt es weiterhin die Zirkustreffen. Teilnehmer lernen dort mit Bällen, Keulen und Feuer zu jonglieren, Einradfahren und Balancieren. Anfänger und Fortgeschrittene ab zwölf Jahren können auch jetzt schon an den wöchentlichen freien Treffen von Mittwoch bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr teilnehmen.

sag/Mühldorfer Anzeiger

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