Neubau der Mü40 scheitert

Mühldorf - Der Neubau der Kreisstraße Mü40 zwischen Ampfing und Heldenstein scheitert derzeit am Grunderwerb. Jetzt soll eine andere Lösung her.

Der Landkreis plant die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens der bestehenden Kreisstraße Mü38 für die Aufnahme des Zubringerverkehrs zur A94.

Landrat Georg Huber und Geschäftsbereichsleiter Herbert Hoch berichteten in der letzten Sitzung des Kreisausschusses, dass ein betroffener Grundstückseigentümer aus dem Bereich des Ortsteils Harting nicht bereit sei, den erforderlichen Grund für diese Baumaßnahme zur Verfügung zu stellen.

Beide wiesen in dieser Sitzung darauf hin, dass trotz mehrmaliger Verhandlungen eine Einigung nicht erzielt werden konnte. "Wir haben das dreifache des üblichen Preises von 15 Euro pro Quadratmeter angeboten, aber nichts erreicht. Mehr wäre aus wirtschaftlichen Gründen für den Landkreis nicht mehr zu verantworten gewesen", sagte der Landrat.

Einig war sich das Gremium darüber, dass bei einem Scheitern der Mü40 der erforderliche Zubringerverkehr über die bestehende Mü38 (frühere Bundesstraße 12) von der Mü25 unmittelbar an Niederheldenstein vorbei durch Harting, den Berg hinauf durch Heldenstein und an der Kreuzung beim Altenheim hinaus Richtung Küham und Söllerstadt geleitet werden müsse.

"Dies ist beim jetzigen Ausbauszustand der Mü38 bei der jetzigen Verkehrsbelastung und den Abmessungen, die insbesondere Lastwagengespanne und Sattelschlepper mittlerweile erreicht haben, so nicht möglich. Sowohl der Einmündungsbereich der Mü25 als auch insbesondere die Kurven im Ortsteil Harting lassen aufgrund der Kurven keinen Begegnungsverkehr von Schwerlastverkehr zu.

CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr, UWG-Fraktionsvorsitzender Peter Huber und Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch sprachen sich für den Bau der Mü40 aus. "Den Anliegern muss klar sein, dass bei einer Lösung mit der Mü38 der gesamte Verkehr über Harting, Niederheldenstein und Heldenstein laufen wird", sagte Knoblauch.

Der Kreisausschuss beschloss einstimmig, die Verhandlungen für den freihändigen Grunderwerb für die Mü40 bis zum 30. April zu verlängern. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Einigung erzielt werden, dann wird die Verwaltung des Landkreises beauftragt, die erforderlichen Planungen zum Ausbau der bestehenden Mü 38 einzuleiten und zu beauftragen, die für den Straßenbau, für Ausgleichs- und Tauschflächen erforderlichen Grundstücke zu erwerben und bei der Regierung von Oberbayern ein Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Straße zu beantragen. Die Straße muss den zukünftigen Anforderungen zur Aufnahme des gesamten Pkw- und Lkw-Verkehrs über die Staatsstraße auf die Kreisstraßen Mü25, Mü38 und Mü40 zu und von der A94 entsprechen. Auch dieser Beschluss erfolgte ohne Gegenstimme.

Im Kreistag stimmten gegen diesen Vorschlag die Kreisräte Siegfried Höpfinger, Oskar Rau, Dr. Georg Gafus und Dr. Bernhard Grabmeyer. Sie begründeten ihre Ablehnung damit, dass der Verkehr nicht durch Heldenstein geführt werden dürfe. "Ich hoffe, dass wir mit dem einen Grundstückeigentümer bis zum 20. April noch zu einer Einigung kommen werden", sagte Höpfinger. 48 Kreisräte sprachen sich für den Beschluss aus.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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