Neuausrichtung nach Wehrpflicht-Aus

Zangberg - Attraktiv bleiben ist die Devise. Deshalb will sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft Zangberg neu ausrichten.

Um nach dem Wegfall der Wehrpflicht und dem Truppenabbau weiterhin attraktiv zu bleiben sei es wichtig, mehr und mehr Aufgaben im gesellschaftlichen Berich zu übernehmen, erklärte Vorstand Jakob Kern bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Wagner-Wirt.

Kassier Georg Bauer berichtete zu Beginn der Sitzung von einem guten Gewinn beim Starkbierfest. Als gute Investition betrachtete man bei der KSK die Ausbildung der neuen Kanoniere, insgesamt ergab sich ein leichtes Plus von knapp 176 Euro, womit sich der Kassenstand geringfügig auf 13500 Euro erhöht hat.

Schriftführer Manfred Holzner erinnerte an die verschiedenen Aktivitäten des Vereins. Besuche von Starkbierfesten und Christbaumversteigerungen der Nachbar- und Ortsvereine hätten stattgefunden. Als Höhepunkt nannte er das eigene Starkbierfest, an dem trotz einer geringeren Zahl an Eintritten ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielt worden sei. Mit den Nachbarvereinen aus Schönberg und Oberbergkirchen besuchten die Zangberger den Tag der offenen Tür in der Kaserne in Bad Reichenhall. Ebenso beteiligte man sich mit den Hufeisenfreunden und dem Weißwurstverkauf am Dorffest und führte eine gemeinsame Wanderung zur Burgeralm durch. Erinnerungen an den Vereinsausflug in den Schwarzwald weckte im Anschluss Hans Mannseicher.

Hermann Huber informierte die Versammlung anschließend über das ereignisreiche Jahr bei den Hufeisenwerfern: Diese nahmen an zehn Turnieren teil und waren dreimal siegreich, als Ausrichter fungierte man bei drei Turnieren. Erstmals nahmen die Zangberger am Grenzlandturnier in Kössen/Tirol teil, wo 48 Mannschaften angetreten waren. Über den Winter treffen sich die Hufeisenwerfer einmal pro Monat zum Kegeln.

Jakob Kern erwähnte noch die wenig erfolgreichen Teilnahmen am Schafkopfturnier in Stetten und dem Stockschützen-Turnier in Schönberg, bevor er einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Vereines gab. Bedingt durch den Truppenabbau und den Wegfall der Wehrpflicht müsse sich der Verein neu ausrichten und neben den traditionellen Aufgaben mehr und mehr seine gesellschaftliche Rolle darstellen, um attraktiv zu bleiben. Durch die sportlichen und geselligen Aktionen sollte dies gewährleistet sein.

Hans Mannseicher informierte über die Änderungen beim Kreispokalschießen, das in Zukunft mit Kleinkaliberwaffen bei den Hörndlberg-Schützen in Flossing stattfinden wird.

Anschließend stellte sich Josef Gebler aus Schönberg als neuer Kreisbeauftragter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor. Er erzählte von den großen Fußstapfen, die sein Vorgänger Josef Reichl hinterlassen habe und war erfreut darüber, dass auch heuer wieder sechs Jugendliche aus dem Landkreis zur Pflege von Kriegsgräbern im Ausland aktiv gewesen seien. Er rief die Versammlung auf, bei den Jugendlichen Werbung zu machen für die kostengünstige Möglichkeit im Ausland neue Freundschaften zu schließen und mit sinnvoller Gruppenarbeit fremde Kulturen kennenzulernen. Er kündigte einen Besuch bei der Zangberger Landjugend an, wo ehemalige Teilnehmer von ihren Erfahrungen berichten sollen.

Bürgermeister Franz Märkl bedankte sich schließlich beim Verein für die aktive Beteiligung am Dorfleben und die vorbildliche Pflege der drei Kriegerdenkmäler. Er freute sich über die sinnvolle Regelung bezüglich des Böllerschießens und die positive Außenwirkung des Vereins durch Beteiligung an zahlreichen Veranstaltungen.

Am Schluss gab Vorstand Kern noch Termine bekannt: Das Starkbierfest mit den Oberbergkirchener Musikanten findet am 3. März 2012 statt, am 9. März ist Schafkopfturnier in Stetten, am 15. April Stockschützenturnier in Schönberg. beim Hufeisenturnier am 7. Juni in Salmanskirchen wird die KSK ebenso am Start sein wie beim Gründungsfest in Aschau am 8. Juli.

hhr

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser