EU-Mittel für "NaturINNBewegung"

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Mühldorf - Die Pläne waren da, nur die erforderlichen finanziellen Mittel haben bis dato gefehlt. Nun wurde der Bescheid übergeben:

Für die Zusage finanzieller Mittel aus dem EU-Förderprogramm „LEADER“ zum neuen Naturerlebnisweg „NaturINNBewegung“ in der Mühldorfer Innaue bei Starkheim hat der erste Vorsitzende der Leader Aktionsgruppe „Mühldorfer Netz“, Landrat Georg Huber am Montag, 25. Februar, zusammen mit Sascha Schnürer, LAG Management Mühldorfer Netz, und Claudia Huber, Fachbereich Umwelt, Natur und Wasserrecht, im Landratsamt Mühldorf a. Inn einen Zuwendungsbescheid entgegen genommen. Überreicht wurde er durch Leader-Manager Sebastian Wittmoser, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim.

„Ich freue mich sehr, dass wir für unser Projekt Fördermittel von LEADER in Höhe von rund 42.000 Euro erhalten“, sagt Landrat Georg Huber. Auch der Landkreis Mühldorf a. Inn beteiligt sich an den Gesamtkosten von rund 102.000 Euro finanziell: „Als familienfreundlicher Landkreis übernehmen wir rund 32.000 Euro“, so Landrat Georg Huber weiter. Die finanzielle Förderung ist vorgesehen durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Spenden liegen von der Sparkasse Altötting-Mühldorf, der Zeidler-Stiftung sowie der Firmen ODU, Kraiburg Holding, Barnhouse und Schletter vor. „Ich bedanke mich ganz herzlich für die wirklich große Spendenbeteiligung“, sagt Landrat Georg Huber. Wesentlich am Bau sind die Verbund AG und das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim beteiligt.

Der Naurerlebnisweg soll im Frühjahr dieses Jahres durch den Landkreis Mühldorf a. Inn an der bereits bestehenden Wegeführung des vor rund 20 Jahren gebauten Lehrpfads errichtet werden. Etwa Ende Juni soll der Weg fertiggestellt sein. Der bestehende Weg und die Schautafeln wurden bisher durch die Jagus-Gruppe im Auftrag des Landkreises instand gehalten, sind jedoch aufgrund ihres Alters und der Witterungseinflüsse mittlerweile kaum noch lesbar. „Aus diesem Grund wollen wir auf der bestehenden Wegführung einen völlig neuen Naturerlebnispfad für die ganze Familie schaffen“, erklärt Landrat Georg Huber. „Wir verbinden damit die Möglichkeit zur Erholung und vermitteln gleichzeitig Informationen über unsere regionale Natur auf spielerische und interessante Art.

Ein Perspektivewechsel und die Verbindung zwischen Natur, Aktion und zeitgemäße Kommunikation stehen im Mittelpunkt des Konzeptes, das die Naturschutzbehörde gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Niederlöhner und LAG Manager Sascha Schnürer entwickelt hat. „Solch einen Naturerlebnisweg gibt es in dieser Form im weiteren Umkreis nicht“, erklärt Landrat Georg Huber. Der Erlebnisweg verfolge die wesentlichen Ziele Umweltbildung für die ganze Familie und für Kindertageseinrichtungen und Schulen, Naherholung und Tourismus. „Abschnitte des Pfades dienen nicht nur zur vorschulischen Bildung – auch im höheren Schulalter können die Kinder und Jugendlichen vieles vor Ort erleben und dadurch besser verinnerlichen, beispielsweise auch am Wandertag“, sagt Landrat Georg Huber. „Das ist ein praktisches Beispiel informellen Lernens im Rahmen des Förderprogramms Lernen vor Ort. Damit wird die Natur zum Klassenzimmer.“ Auch Führungen durch eine fachkundige Person sollen angeboten werden. Für den Tourismusbereich ist der Naturerlebnispfad vor allem für Jogger und Individualtouristen interessant: „Touristen können sich auf über unsere historische Altstadt und über die Natur in der Region informieren und sie genießen“, sagt Landrat Georg Huber. „In Verbindung mit der Innfähre entsteht ein schöner Rundwanderweg.“

Der zuständige Leader-Manager Sebastian Wittmoser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim würdigt vor allem die konzeptionelle Hintergrundarbeit: „Die durch Leader angestoßenen Patenschaften für die einzelnen Stationen führten zu einer großen Vernetzung und Bürgerbeteiligung. Dies dient ganz wesentlich der Nachhaltigkeit dieses innovativen Projektes. Die Leaderkriterien sind damit in besonderer Weise erfüllt, womit der Förderhöchstsatz von 50 Prozent gewährt werden konnte.“

Der zuständige LAG Manager Sascha Schnürer fügt hinzu, dass sich im Laufe der Förderperiode sehr deutlich der Bedarf an generationenübergreifenden Aktionsräumen im Außenbereich herausgebildet hat: „Egal ob Jugendliche, Familien oder Senioren – unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis verbinden offensichtlich mit unserer regionalen Entwicklungsstrategie und dem Motto ‚der familienfreundliche Landkreis im Osten von München’ den Wunsch, sich draußen aufzuhalten und dabei etwas ganz Besonderes zu erleben. Dies haben wir nun mit zahlreichen Leader-Projekten, wie Beispielsweise in Buchbach, Oberbergkirchen, Ampfing, Unterreith, Waldkraiburg nun auch in Mühldorf in die Wege geleitet. Somit konnten wir auch in der Fläche etwas bewegen und mit jeweils ganz unterschiedlichen Schwerpunkten vom Erlebnis ‚Wasser’ bis in die Baumwipfel den Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ein breites Angebotsspektrum auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Landkreis anbieten.“

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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