Nächste Runde im Oktober

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Der Spielplatz ist uninteressant, für den Maibaum könnte es einen schöneren Platz geben, nur die Kirche bleibt mit Sicherheit am alten Platz: Viele Mößlinger begreifen die Dorferneuerung als Chance, ihren Ort neu zu gestalten. Es gibt aber auch Kritiker.

Mühldorf - Nach dem zunächst mäßigen Interesse an der Dorferneuerung hat sich jetzt ein großer Teil der Mößlinger für das Vorhaben ausgesprochen.

Mehr als 30 wollen mitarbeiten, wenn im Herbst die nächste Runde beginnt.

Jetzt ist zunächst Sommerpause, im September oder Oktober sollen sich drei Arbeitskreise konstituieren, die zusammen mit einem Vertreter des "Amts für ländliche Entwicklung" die Dorferneuerung vorantreiben. Die voraussichtlichen Themen werden die gleichen sein, die sich bei der Versammlung im Gasthaus Spirkl als vorrangig herauskristallisiert haben, berichten die Vereinsvertreter Christian Funiok, Konrad Bauer und Helmut Lohr: Die Gestaltung eines Dorfmittelpunkts, die Schaffung eines Vereinsheims und die Lösung der Verkehrsprobleme. Dann soll auch der Stadtrat die Entscheidung treffen, ob sich die Stadt an den Kosten beteiligt.

Die Vereinsvertreter gehen seit der Versammlung im Gasthaus Spirkl optimistisch in die kommenden Monate. Nach dem anfänglich eher geringen Interesse sind 110 Mößlinger zu der Veranstaltung gekommen, eine "überwältigende Mehrheit" habe sich für die Dorferneuerung ausgesprochen, berichtet Feuerwehrvorstand Funiok. 34 hätten sich zur Mitarbeit bereit erklärt.

Trotzdem gibt es Bedenken, die vor allem die Sportplätze betreffen, die im Mittelpunkt der Dorferneuerung stehen könnten. Einige Mößlinger fürchten, sie könnten komplett verschwinden und von der Stadt in Bauland umgewandelt werden. Funiok, der auch Dritter Bürgermeister ist, wendet sich gegen Gerüchte, dass bereits Entscheidungen getroffen seien. Auch Helmut Lohr, Vorstand der Wilderer, sieht bei aller Skepsis die Chancen der Dorferneuerung: "Wir haben es jetzt selbst in der Hand, das Dorf zu gestalten." Für ihn ist klar: "Die Mößlinger wollen den grünen Fleck nicht zugebaut haben."

Bürgermeister Günther Knoblauch hatte vor einigen Wochen davon gesprochen, auf der Ostseite der Sportplätze die nur einseitig bebaute Hans-Sax-Straße auch auf der anderen Seite zu bebauen. Zugleich hatte Knoblauch erklärt, dass ein möglicherweise etwas kleinerer Fußballplatz erhalten werden müsse, den Kinder und die Schule nutzen könnten.

Bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten der Dorferneuerung übernimmt nach Angaben Knoblauchs das Amt für ländliche Entwicklung, wobei öffentliche Maßnahmen bis zu 60 Prozent und private bis zu 30 Prozent gefördert werden. Denn darauf hoffen die Vereinsvertreter und auch ein Redner während der Versammlung: Dass nicht nur die Sportplätze im Focus stehen, sondern auch andere, private Flächen in die Gestaltung einbezogen werden können.

Konrad Bauer, Chef der D'Isengauer Schützen, hat eine Internetadresse eingerichtet, an die Vorschläge zur Dorferneuerung gerichtet werden können. Für die nächste Zeit ist auch ein Briefkasten im Dorf geplant, in den Mößlinger Ideen und Kritik einwerfen können: dorferneuerung-moessling@gmx.de

Mühldorfer Anzeiger

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