Nachts bleibt es dunkel

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Die Laternen am Marktplatz und in den Durchgangsstraßen bleiben an. Ansonsten ist in Kraiburg die Straßenbeleuchtung auch weiterhin nachts von 1 bis 5 Uhr abgeschaltet.

Kraiburg - Der Gemeinderat Kraiburg bleibt dabei: Die Straßenbeleuchtung wird in der Nacht zwischen 1 und 5 Uhr abgeschaltet. Es soll gespart werden.

Mit großer Mehrheit hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, um Geld und Strom zu sparen.Der Großteil der Gemeinderäte hat in der Probephase seit September bei der Mehrheit der Bevölkerung eine positive Stimmung ausgemacht. Diesen Eindruck vermittelte auch der amtierende Bürgermeister Herbert Heiml. Es habe zwar viele Diskussionen gegeben, so Heiml, aber kaum ausdrückliche Einwendungen. Heiml zitierte aus den zwei schriftlichen Einwendungen, die nach seinen Worten eingegangen waren. In diesen Schreiben wird unter anderem angeregt, wenigstens jede zweite oder dritte Laterne beleuchtet zu lassen. Doch das ist kein gangbarer Weg. Nur unter großem Aufwand wäre dies technisch möglich und würde den ganzen Spareffekt zunichte machen.

Dem Gemeinderat liegen keine Informationen vor, dass es während der Zeit der Abschaltung Unfälle oder Einbrüche gegeben hat. Auch im Hinblick auf Vandalismus waren keine signifikanten Änderungen zu registrieren.

Dennoch fühlen sich viele Bürger verunsichert, weiß Alfons Wastlhuber aus Gesprächen. Er stimmte deshalb als einziger dagegen, die Straßenbeleuchtung weiterhin abzuschalten. Das sei eine Einsparung von 6000, 7000 oder 8000 Euro nicht wert, meint der Gemeinderat.

Dritter Bürgermeister Werner Schreiber erinnerte daran, dass die Gemeinde von einem Einspareffekt in Höhe von 15000 bis 17000 Euro ausgehe. Das sei die Sache wert. Allerdings ist dieser Spareffekt nur dann möglich, wenn der Markt aufgrund des geringeren Stromverbrauchs nicht wie andere Gemeinden in einen höheren Tarif rutscht. Schreiber schränkte ein, dass der Beobachtungszeitraum relativ kurz war. Deshalb sollte die Gemeinde von Zeit zu Zeit die Entscheidung überprüfen. Wie er so forderten auch Anneliese Schuster und andere die Bürger auf, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Herbert Heiml hält es für denkbar, den Beschluss jedes Jahr auf den Prüfstand zu stellen. Zur Diskussion um das Sicherheitsgefühl meinte er, die Gefahren seien offensichtlich nicht größer als vor der Abschaltung. Heiml ist nach wie vor davon überzeugt, dass sich die Bürger mit der Zeit daran gewöhnen werden.

Die Durchgangsstraßen sowie der Marktplatz sollen auch in Zukunft in den Nachtstunden durchgehend beleuchtet bleiben (siehe auch nebenstehenden Bericht).

hg/Mühldorfer Anzeiger

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