Nachhaltiger Klimaschutz im Landkreis

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Mühldorf - Ein 100-prozentiger Klimaschutz und eine nachhaltige Energiewende für den Landkreis Mühldorf sind möglich. Dies ist das Ziel des Klimaschutzfahrplans, der derzeit erstellt wird.

Die Reduzierung der CO2 Emissionen um 85 Prozent ist die Vorgabe der Bundesregierung bis zum Jahr 2050. Derzeit werden im Landkreis 707 741 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ausgestoßen. Das Ziel im Landkreis soll eine Reduzierung um 450 000 Tonnen im Jahr 2050 sein. Rund 10 000 Tonnen pro Jahr müssten im Landkreis eingespart werden, das sind rund 90 Kilogramm CO2 pro Jahr und Landkreis-Bürger.

"Dies ist aber nur möglich, wenn alle mitwirken, seien es Gemeinden, Bürger und Unternehmen. Diese Zielsetzung kann nicht von oben verordnet werden", erklärte Landrat Georg Huber.

Der Landkreis startet am 14. September eine Bürgerbefragung zur Energiewende und zum Klimaschutz. "Deshalb brauche ich ihre Mithilfe. Wir wollen gemeinsam unseren Landkreis auf die Klima-Zukunft vorbereiten. Damit Ihre Meinungen und Ideen für die Klimapolitik berücksichtigt werden können, bitte ich Sie, für Ihren Haushalt den Fragebogen auszufüllen und an das Landratsamt zurückzugeben", erklärte der Landrat. Auf drei Seiten sind die 24 Fragen zu beantworten.

Der Landkreis will bis zum Jahr 2020 die Energieproduktivität um 30 Prozent steigern. Angestrebt wird auch, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf 20 Prozent verdoppelt wird. Ein weiteres Ziel ist die Erhöhung des Anteils bei erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf 25 bis 30 Prozent.

Ebenfalls angestrebt wird die Nutzung und die Steigerung der Stromerzeugung aus Wasserkraft im Landkreis. Dies unter Berücksichtigung der Belange von Wasserwirtschaft und Naturschutz.

Die Geothermie soll ebenfalls ausgebaut werden. Der Anteil dieser Energie für die Stromerzeugung und Wärmeversorgung soll auf zwei Prozent steigen. Um acht Prozent soll der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch erhöht werden.

"Wir können die Energiewende nur erreichen, wenn wir alle uns zur Verfügung stehenden Techniken als Mix verwenden, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie oder die Energie aus der Sonnenkraft", sagte Georg Huber.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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