Mitbewohner schikaniert

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In dieses Haus soll wieder Ruhe einkehren.

Mühldorf - Die Bewohner eines Hauses an der Münchener Straße fühlen sich durch einen Mitbewohner massiv belästigt. Jetzt wurde eine Räumungsklage eingereicht!

Die Deutsche Annington Immobilien hat jetzt die Räumungsklage eingereicht. Wann der Mann die Wohnung verlassen muss, ist noch offen.

"Schön, hier zu wohnen" heißt eine Werbezeile des Wohnungseigentümers. Die Bewohner des Hauses an der Münchener Straße empfinden diese Aussage als blanken Hohn.

Seit Monaten tyrannisiert ein Mitbewohner seine Nachbarn. Die ganze Nacht dröhnt laute Musik durch das Haus. Die Bässe wimmern und die Bewohner können nicht schlafen. Vier Tage in der Woche sind in dieser Wohnung mindestens zehn Personen, die Alkohol und Drogen konsumieren. "Ich habe einfach Angst", erklärte ein Mitbewohner.

Dazu kommt, dass der Mann im Garten ein Partyzelt aufgebaut hat, in dem nächtelang gefeiert und laute Musik gespielt wird. "Die Lärmbelästigung geht so weit, dass wir abends nicht einmal mehr die Fenster öffnen können, dass einerseits der Lärm unerträglich ist, auch der Rauch, der durch das offene Feuer im Garten in die Wohnung dringt, ist kaum auszuhalten", berichtet ein Mitbewohner.

Eine Kommunikation, so die restlichen Mitbewohner, ist mit diesem Mann oder den anderen Personen in keinem Falle möglich, da diese Personen durch die Einnahme von verbotenen Substanzen nicht mehr entsprechend aufnahmefähig sind. Die Mitbewohner berichten, dass die hausfremden Personen und der Mieter verbal ausfällig werden und körperliche Gewalt androhen.

Walter Hermann aus Mühldorf ist den Mietern zu Hilfe geeilt und hat die Vorgänge gegenüber der Polizei und der Deutschen Annington Immobilien AG als Rechtsbeistand der Mieter dargelegt. Katja Weisker, Pressesprecherin der Annington Immobilien AG, bestätigt auf Anfrage, dass das Problem bekannt sei und der Vermieter schnell Abhilfe schaffen würde. "Wir haben eine fristlose Kündigung und die Räumungsklage gegen diesen Mieter bei Gericht eingereicht. Zudem bemühen wir uns, eine schnelle Entscheidung vor Gericht zu bekommen. Wir haben das Gericht gebeten, wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit das Verfahren zu beschleunigen", erklärte Weisker.

Dazu kommen weitere Maßnahmen. Der Vermieter steht im engen Kontakt mit der Polizei. Ein Sicherheitsdienst wurde beauftragt, an den sich die Mieter wenden können, wenn sie sich bedroht fühlen. Ebenso wurde eine Notfallnummer eingerichtet. "Wir hoffen, dass wir damit die Ruhe im Haus wieder herstellen können", sagte Weisker.

Die Mühldorfer Polizei wurde in der Vergangenheit an mehreren Tagen wegen dieser Ruhestörungen um Hilfe gebeten. Sie hat auch die dementsprechenden Anzeigen vorgenommen.

Die Mieter hoffen, dass die Räumungsklage bald zum Erfolg führen wird und in ihr Haus wieder Ruhe einkehrt.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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