Müllgebühren sinken deutlich

Mühldorf - Erfreuliche Nachricht: Der Kreis- und Umweltausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung die Abfallgebühren im Landkreis Mühldorf deutlich gesenkt.

Die Gebühren verringern sich im nächsten Jahr um durchschnittlich 32 Prozent. Reduziert werden auch die Mindestentleerungen von zwölf auf zehn.

Landrat Georg Huber und Anna Bichlmeier, Leiterin des Fachbereichs Kommunale Abfallwirtschaft im Landkreis Mühldorf, haben in den gestrigen Sitzungen des Kreis- und Umweltausschusses die Neufassung der Abfallgebühren zum 1. Januar 2012 vorgestellt.

"Wir können die Senkung der Abfallgebühren zum vierten Mal in Folge seit dem Jahr 2005 vornehmen. Damit werden die Bürger im Landkreis deutlich entlastet", erklärte Landrat Georg Huber.

Der Landkreis reduziert die Grundgebühr um 43 Prozent und die Leistungsgebühr um 20 und 21 Prozent. Durch die mögliche Reduzierung der Mindest-Entleerungen von zwölf auf zehn Entleerungen pro Jahr ergibt sich ein neuer Anreiz zur Müllvermeidung.

Die Kalkulation der Gebühren bring eine Reduzierung der Grundgebühr von 2,80 Euro bisher auf 1,60 Euro im nächsten Jahr. Die Entleerungsgebühr bei der 80-Liter-Tonne, die rund 80 Prozent der Landkreis-Bevölkerung besitzen, sinkt von bisher 6,40 Euro auf 5,10 Euro, die 120-Liter-Tonne von 9,60 auf 7,60 Euro, die 240-Liter-Tonne von 19,20 auf 15,20 Euro und der 1.1-Liter-Container von 88 auf 69,70 Euro. Der Restmüllsack kostet ab dem nächsten Jahr 4,40 Euro. Bisher mussten dafür 5,60 Euro bezahlt werden. Ebenfalls sinkt die Gebühr für eine Tonne Abfall bei Selbstanlieferung von 318,30 auf 247,90 Euro.

Die Senkung der Abfallgebühren ist damit begründet, dass der Landkreis weniger Schuldendienstumlage an den ZAS in Burgkirchen zahlen muss. Im kommenden Jahr werden dies voraussichtlich rund 920.000 Euro sein, in diesem Jahr waren es noch rund 1,8 Millionen Euro. Die Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen ist dann im nächsten Jahr abbezahlt.

"Die Senkung der Abfallgebühren ist für die Bürger im Landkreis ein schönes Weihnachtsgeschenk", erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr. Hohes Lob von allen Fraktionen gab es für die Arbeit von Geschäftsbereichsleiter Herbert Hoch und Fachbereichsleiterin Anna Bichlmeier.

Die Restmüllmenge, die der Landkreis in Burgkirchen anliefert, beträgt im kommenden Jahr rund 17.000 Tonnen. Bei dieser Hochrechnung wurde von Anna Bichlmeier die Herabsetzung der Mindest-Entleerungszahl von zwölf auf zehn berücksichtigt.

Die Mitglieder des Kreis- und Umweltauschusses stimmten der vorgelegten neuen Kalkulation der Abfallgebühren des Landkreises Mühldorf einstimmig zu.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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