Mit einer neuen Königin aufs Volksfest

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Der Masskrug steht bereit – und die ersten „Volksfestglubbal“ sind schon ebenfalls schon eingetroffen: Volksfestmanager Herbert Gambihler sieht dem Volksfestbeginn positiv entgegen.

Mühldorf - Noch regiert die Kaffeetasse in Herbert Gambihlers Büro. Aber nicht mehr lang, dann greift der Volksfestmanager der Stadt zum Masskrug.

Zehn ausgelassenen Tagen steht nichts mehr im Weg. Und der Bierpreis bleibt stabil.

"Erleben und genießen und feiern sollen die Leut'", gibt Gambihler das Motto für das Volksfest vor, das am 25. August beginnt und bis zum 3. September dauert. Und nicht nur bei ihm steigt die Spannung, bis Bürgermeister Günther Knoblauch am Samstag, 25. August, endlich verkündet: "Ozapft is". "Wenn wir ehrlich sind, ist das doch der Höhepunkt im Jahreslauf der Stadt", sagt Gambihler.

Dass dabei nichts schief geht, dafür organisiert er seit Monaten. Jetzt geht es nur noch um Details. Der Plan mit den Fahrgeschäften zum Beispiel ist längst ausgearbeitet. Neben der Familienachterbahn "Mexico-City" kommen der "BreakDance", "Tropical Trip" und - für alle, die es gern ganz rasant mögen - der "FreeStyle". "Da ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei."

Webcards 2012:

Um Geschmack geht es auch am ersten Wiesn-Montag, wenn am Abend mit der Wahl der Wiesnkönigin im Spatenzelt einer der Höhepunkte des Volksfests auf dem Programm steht.

"Tag des Landkreises", Kindertag, Seniorentag, "Tag der Landwirtschaft": am bewährten Volksfestprogramm wird ebenso nicht gerüttelt wie am Bierpreis, der wie im vergangenen Jahr bei 7,20 Euro liegt. "Und das obwohl die allgemeine Bierpreiserhöhung schon Fakt ist", betont Spaten-Festwirt Manfred Werner.

Unverändert bleiben auch die Kapazitäten der Zelte und Biergärten. Bei all den kulinarischen Freuden in Sternenalm, Weißbier-, Spaten und Weinzelt kommt auch der "Sport" nicht zu kurz: am zweiten Volksfestsonntag treffen im Spatenzelt die Boxer des TSV 1860 Mühldorf und des Polizeisportvereins Salzburg aufeinander.

Der Höhepunkt am zweiten Wochenende ist zweifellos der internationale Schützen- und Trachtenzug: mit 2800 Teilnehmern, zehn Musikkapellen und 70 Wagen- und Fußgruppen aus ganz Europa.

"Das Volksfest macht längst überregional Werbung für die Stadt", sagt Herbert Gambihler. Umso wichtiger sei es, dass sich die Besucher "jederzeit wohlfühlen". Damit richtet er den Blick auf das Thema Sicherheit. "Unsere Vorgaben und die Zusammenarbeit mit Wiesnwache und Sicherheitsdiensten haben sich bewährt." Die Platzordnung stelle zudem ganz klare Regeln auf: So ist das Mitbringen von alkoholischen Getränken auf den Festplatz verboten, auch Rucksackkontrollen seien möglich. "Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes gelegt", betont der Volksfestmanager. Den Führerschein muss während der zehn Tage auch niemand riskieren: Elf Buslinien sorgen dafür, dass jeder gut und sicher hin und wieder nach Hause kommt.

Eine kleine Neuerung hat Herbert Gambihler dann doch noch parat: Erstmals werden heuer "Volksfestglubbal" verkauft - persönlich graviert zeigen sie ein rotes Mühlrad.

ha/Mühldorfer Anzeiger

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