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In der Region kein Unbekannter

Mühldorfer Volksfest ist komplett - Das ist der neue Wirt fürs Spatenzelt

Nur zwei Schläge, dann war es passiert: Bürgermeister Michael Hetzl hatte sein erstes Volksfestfass souverän angezapft. Festwirt Bernd Furch, Volksfestorganisator Walter Gruber und Spaten-Gebietsvertreter Marco Nicolai hielten trotzdem gebührenden Abstand.
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Nur zwei Schläge, dann war es passiert: Bürgermeister Michael Hetzl hatte sein erstes Volksfestfass souverän angezapft. Festwirt Bernd Furch, Volksfestorganisator Walter Gruber und Spaten-Gebietsvertreter Marco Nicolai hielten trotzdem gebührenden Abstand.

Nach Holger Nagl und Markus Leserer steht jetzt auch der dritte neue Wirt auf dem Mühldorfer Volksfest fest. Der neue Chef im Spatenzelt ist in der Region kein Unbekannter und weiß genau, was er in Mühldorf vorhat.

Mühldorf – So richtig Volksfest war es noch nicht, dazu war es nicht nur viel zu zugig. Statt Spatenalm und Weißbierzelt stehen noch immer die drei Zelte der Teststation auf dem Mühldorfer Volksfestplatz, rangieren Fahrschulen, blockieren rot-weiße Absperrbaken den Weg.

In einer Ecke aber, dort wo in früheren Jahren das Spatenzelt stand, zapfte Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl das erste Fass Bier an. Grund war die Vorstellung des neuen Festwirts für das Spatenzelt.

Der neue Chef ist kein Unbekannter

Der ist in der Region kein Unbekannter, denn Bernd Furch hat sich in Haag einen Namen gemacht. Das kleine Bierfest verwandelte er binnen 13 Jahren zu einem anerkannten Volksfest. Und jetzt also Mühldorf. „Das Zelt ist nicht größer“, sagt er zu seiner neuen Heimstatt ab Ende August. „Aber die Frequenz ist viel höher.“

3700 Plätze hat es, 70 weniger als in Haag, aber der Andrang, das muss auch das Haager Urgestein Furch anerkennen, ist in Mühldorf viel größer. Darauf freut er sich. Denn der Nachfolger von Manfred Werner als Festwirt im Spatenzelt darf auf vieles aufbauen.

Nur das Schifferl fährt anders herum

Er kann das bisherige Zelt übernehmen, die Traditionen will er pflegen, vom Musikmix bis zum abendlichen Abschiedsschifferl, dass dampfend unter den letzten Klängen der Kapellen hoch unter dem Zeltdach auf einem Drahtseil den Feierabend einläutet. „Das aber vielleicht andersrum fahren wird“, sagt Furch und lacht. Denn kleine Änderungen wird es doch geben. Dazu gehört eine Veränderung des Biergartens vor dem Zelt, der künftig nicht mehr überdacht sein wird, damit man die Fassade besser erkennen kann.

Seine wichtigste Aufgabe dürfte die Suche nach Personal werden. Denn viele Wiesnbedienungen haben sich in den vergangenen beiden Corona-Jahren andere Jobs gesucht.

Furch wird nicht nur von Frau Maria und Sohn Andreas unterstützt, auch Manuel Scheyerl von der Veranstaltungsgentur SAS ist mit im Boot. „Ich bin es, der in der Früh das Zelt aufsperrt, Manuel sperrt es abends zu“, skizziert Furch die Zusammenarbeit.

Ansprechpartner für die Jungen

Scheyerl soll vor allem dafür sorgen, dass auch die Interessen Jüngerer zum Beispiel bei der Musik gewahrt werden. Seinen wichtigsten Job in den elf Tagen ab 26. August skizziert Furch etwas konkreter: „Ich werd‘ schauen, dass sauber eingeschenkt wird.“

Veranstaltung mit und ohne Auflagen

Im Masskrug ist dann wie in den letzten gut 20 Jahren Spatenbier, dass nach Angaben von Gebietsleiter Marco Nicolai im Sommer als spezielles Festbier eingemaischt wird. „Wir gehen davon aus, dass es ein ganz normales Volksfest ohne Einschränkungen wird“, sagt der Spatenvertreter. Also ein Fest mit vollen Zelten und dichtem Gedränge in den Wiesngassen.

Auch die Stadt setzt auf ein Fest, wie es früher war, Volksfestorganisator Walter Gruber sagt aber auch, dass es für jeden Fall einen Plan geben soll. So bestehe die Möglichkeit, das gesamte Gelände einzuzäunen und Einlasskontrollen durch zuführen. „Ein Schutz- und Hygienekonzept ist in Arbeit.“

Volksfestplatz muss vorbereitet werden

Wichtiger ist derzeit aber die Vorbereitung des Volksfestplatzes für den Wiesnbetrieb. Das bedeutet vor allem die Verkleinerung und den Umzug der Teststation. Laut Bürgermeister Michael Hetzl beginnt das schon für das kommende Wochenende, wenn der Oldtimermarkt in der Rennbahn stattfindet. Auch für die Bildungsmesse werde mehr Platz gebraucht. „Das Landratsamt muss das Testzentrum verkleinern, für eine Verlegung haben wir Angebote gemacht.“

Zukunft des Testzentrums noch offen

Konkretes gibt es dazu aber nicht, macht eine Anfrage beim Landratsamt deutlich. „Das Testzentrum wird nach aktuellem Stand mindestens bis zum 30. Juni betrieben“, erklärt Sprecherin Julia Parstorfer auf Anfrage. „Sollte ein Weiterbetrieb seitens der Staatsregierung beschlossen werden, wird unter anderem die Standortfrage geprüft und bei Bedarf ein alternativer Standort festgelegt.“

Bauhof muss Platz herrichten

Die Zeit drängt also. Denn auch der Volksfestplatz ist nach zwei wiesnlosen Coronasommern nicht mehr in Bestform. Der Bauhof muss ihn wieder herrichten und ausbessern, damit Biertische und Riesenrad gerade stehen können. Und Festzeltwirte, Blaskapellen und Tausende Besucher sicheren Fußes am letzten Freitag im August sicher zu Bier und Brotzeit gelangen.