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Mühldorfer Volksfest

Der Festwirt ist weg – Warum Holger Nagl doch nicht Chef im Weißbierzelt beim Mühldorfer Volksfest wird

Ein historisches Bild, das schon wieder Geschichte ist: Im November stießen Weißbräu Wolgang Unertl, Bürgermeister Michael Hetzl, Volksfestorganisator Walter Gruber und Festwirt Holger Nagl auf die Zusammenarbeit an, jetzt trennten sich ihre Wege (von links).
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Ein historisches Bild, das schon wieder Geschichte ist: Im November stießen Weißbräu Wolgang Unertl, Bürgermeister Michael Hetzl, Volksfestorganisator Walter Gruber und Festwirt Holger Nagl auf die Zusammenarbeit an, jetzt trennten sich ihre Wege (von links).

Dei Gerüchte gibt es schon seit einigen Tagen, jetzt ist es amtlich: Holger Nagl wird doch nicht Festwirt im Weißbierzelt auf dem Mühldorfer Volksfest. Das sind die Gründe und sein Nachfolger.

Mühldorf am Inn – Es ist genau vier Monate her, da verkündeten Stadt und Brauerei Unertl, dass es einen neuen Festwirt im Weißbierzelt geben wird: Holger Nagl, Chef des Hammerwirts, sollte das traditionsreiche Amt übernehmen, das Ingrid und Wolfgang Unertl Senior über Jahrzehnte geprägt haben. Nur 120 Tage später ist das schon wieder vorbei. In einer gemeinsamen Presseerklärung haben Nagl, Stadt und der Geschäftsführer der Unertl-Brauerei das Ende der Zusammenarbeit angekündigt.

Vereinbarungen nicht eingehalten

Schon seit einigen Wochen gibt es nach Informationen der Heimatzeitung Differenzen zwischen Festwirt, Brauerei und Stadt. Worum es dabei im Detail geht, wollten die Beteiligten gestern nicht sagen. Fest steht aber, dass der Festwirt kein Konzept und Zelt geboten hat, wie es Stadt und Brauerei erwartet haben. Bürgermeister Michael Hetzl bestätigte auf Anfrage: „Herr Nagl konnte gewisse Sachen nicht liefern, die vertraglich vereinbart worden sind.“

Hinter der Zusammenarbeit beim Volksfest steht eine besondere Vertragskonstruktion, wie Volksfestorganisator Walter Gruber in einer Pressemitteilung erklärt.

Vertrag zwischen Stadt und Brauerei

Demnach schließt die Stadt einen Vertrag mit der Brauerei – in diesem Fall der Weißbierbrauerei Unertl. „Jede Brauerei ist verpflichtet, ein Festzelt zu stellen und zu betreiben“, schreibt Gruber in der Mitteilung. „Den Brauereien ist dabei jedoch ausdrücklich gestattet, dies an einen Unterpächter zu übertragen.“ Das ist der Festwirt. Die in der Zusammenarbeit dabei zuletzt aufgekommenen Hindernisse waren offensichtlich nicht zu überwinden, sodass jetzt die Trennung stattfand.

Bürgermeister Hetzl nannte es „eine gewisse tragische Situation“. Er sagte: „Es ist schwierig in dieser Zeit für Wirte.“ Auf Anfrage sagte Nagl, dass er darum gebeten habe, den Job des Festwirts anderweitig zu vergeben. In der gemeinsamen Presseerklärung spricht er von den Risiken der Coronapandemie.

Auf Anfrage verdeutlicht er, dass die Aufgabe als Festwirt hohe Investitionen mit sich gebracht hätte. „Das finanzielle Risiko war uns zu groß“, es sei wegen Corona nicht sicher, ob das Volksfest tatsächlich und in der geplanten Form stattfinden könne. „Das Volksfest ist nicht zu 100 Prozent sicher.“ Dazu komme eine hohe Auslastung seines Gasthauses in Hammer. „Wir haben eine hohe Auftragslage und viele Feste.“

Der Nachfolger steht schon fest

Die Brauerei Unertl äußerte sich ebenfalls nicht zu den Gründen für die Trennung. Geschäftsführer Stefan Haunberger erklärte nur, dass er den Schritt Nagls bedauere.

Einen Nachfolger für Nagl gibt es laut der gemeinsamen Pressemitteilung von Festwirt, Brauerei und Stadt auch schon. Dabei handelt es sich nach Informationen der Heimatzeitung um Jochen Mörz. Bürgermeister Hetzl wollte die Personalie gestern weder bestätigen noch dementieren. Hetzl sagte nur, dass der Vertrag noch nicht unterschrieben sei, der neue Festwirt aber voraussichtlich in der kommenden Woche vorgestellt werde.

Mörz war von 2007 bis zur Coronazwangspause Festwirt auf dem Waldkraiburger Volksfest, die Stadt Waldkraiburg hatte aber im Oktober 2020 angekündigt, künftig mit einem neuen Festwir t zusammenarbeiten zu wollen.

Hammerwirt Holger Nagl wird wie in den letzten Jahren die Mühldorfer Alm betreiben. Nagl ist nach eigenen Angaben seit 30 Jahren als Festwirt auf der Mühldorfer Wiesn tätig. Zunächst betrieb er das Weinzelt, später kam die Alm dazu. Zwei Jahre vor der Coronapandemie veränderte er das Konzept des Weinzelts, es wurde das Hammerwirtzelt daraus, das er zusammen mit der Brauerei Erharting betrieb.

Insgesamt drei neue Festwirte

Die arbeitet heuer erstmals mit Markus Leserer als Festwirt zusammen. Auch im Spatenzelt gibt es einen neuen Festwirt als Nachfolger von Manfred Werner. Dort steht in diesem Sommer der Haager Bernd Furch hinter der Schenke.

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