Japanische Wissenschaftler besuchen das Mühldorfer Netz

Mühldorfer Netz: Beispiel für ländliche Entwicklung

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Mühldorf - "Vom Landkreis Mühldorf und Japan": unter diesem Motto stand der Besuch einer Delegation von vier japanischen Professoren, die das Mühldorfer Netz besuchten.

Während bayerische Autofirmen bei der Hybridtechnologie von ihren japanischen Kollegen lernen können, profitieren japanische Wissenschaftler von den bayerischen Erfahrungen in der ländlichen Entwicklung.

Die Professoren Atsushi, Ihshida, Hatano und Tokuda, von der Mie Universität im japanischen Tsu befassen sich auf ihrer einwöchigen Studienreise in Bayern und BadenWürttemberg mit den Grundlagen sowie Beispielen der ländlichen Entwicklung. Entsprechend beinhaltete der Aufenthalt im Landkreis Mühldorf neben einer fachlichen Information auch den Besuch konkreter Praxisbeispiele.

Der Zweite Vorsitzende des Mühldorfer Netzes, Altbürgermeister Georg Otter, stellte in seiner Begrüßung die wichtige Rolle der Gemeinden als Basis für die ländlichen Räume in Bayern sowie beim Aufbau des Mühldorfer Netzes dar. Angela Vaas erläuterte in ihrer Rolle als Leader-Managerin des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Töging der Grundlagen der Leader-Förderung in Bayern. Dabei verwies sie explizit auf die hohe Bedeutung der Lokalen Aktionsgruppen wie dem Mühldorfer Netz und ihrer eigenständigen Entscheidungshoheit. Von Seiten der japanischen Professoren wurden vor allem die Form des Wettbewerbsverfahrens sowie die damit verbundene Änderung der Fördergebiete thematisiert. Im Anschluss daran präsentierten die beiden Regionalmanager, Andreas Raab und Sascha Schnürer, die Strategie des Mühldorfer Netzes für den Förderzeitraum bis 2013. Neben dem Ziel eines "familienfreundlichen Landkreises" spielt der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten eine maßgebliche Rolle. Hierbei ist es wichtig, dass neben öffentlichen Trägern auch privates Engagement in die Entwicklung von Projekten eingebunden wird, um so zur regionalen Wertschöpfung und Arbeitsplatzsicherung beitragen zu können.

Aufbauend auf die fachlichen Informationen stand am Nachmittag die Praxis vor Ort im Vordergrund. Dazu stellten Bürgermeister Stefan Schalk den Kulturhof in Mettenheim sowie Bürgermeisterin Annemarie Haslberger den Dorfladen in Ramsau vor. Von dem vielfältigen Engagement, sei es beim Aufbau örtlicher Kulturinitiativen in Mettenheim oder von den Macherinnen des Dorfladens in Ramsau, zeigten sich die Gäste aus Japan tief beeindruckt.

re/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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