Altes erhalten und Neues schaffen

Grabenstätt/Mühldorf - Die Mühldorfer Firma "L+S Wohnbau" hat für die Schlossruine in Grabenstätt große Pläne. Dort sollen Eigentumswohnungen entstehen.

Das unter Denkmalschutz stehende Schloss Winkl in Grabenstätt soll erhalten bleiben. Unter diesem Grundsatz plant die Mühldorfer Firma "L+S Wohnbau" den Umbau des Areals.

"Die zwei bestehenden Gebäude, also das Schloss und der Neubau, werden saniert. Hinzu kommen zwei neue Gebäude", erklärt Franz Steiglechner, Geschäftsführer von "L+S Wohnbau". In drei sollen Eigentumswohnungen entstehen, das vierte Gebäude wird dem Gewerbe zur Verfügung stehen. "Die gesamte Anlage soll wieder einen Schlosscharakter bekommen. Wir wollen das Glanzvolle wieder herstellen."

Schlossruine Grabenstätt

Zur Zeit ist das Grundstück ein Gewerbegebiet. Weil es mit den Wohnungen künftig einen anderen Nutzen erfüllt, muss "L+S Wohnbau" eine Nutzungsänderung beantragen. "Dann muss der neue Bebauungsplan vorgelegt werden und es sind noch Dinge mit dem Denkmalamt und der Naturschutzbehörde zu klären", meint Steiglechner. Er hofft, dass im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann, sicher könne er es aber nicht sagen. Der Grabenstätter Gemeinderat hat die Pläne der Mühldorfer Firma zumindest schon genehmigt.

25 bis 28 Wohnungen sollen auf dem Areal entstehen. Die Kosten schätzt Steiglechner momentan auf fünf bis sechs Millionen Euro. Das Schloss und der daneben liegende Neubau müssen dafür "kernsaniert" werden. "Die Herausforderung liegt für uns darin, unter Erhaltung des Alten etwas Neues zu schaffen und einen vermietbaren Wohnraum in die alte Substanz zu integrieren."

Die Grabenstätter dürften sich über die Pläne des Investors freuen, wenn die unbenutzte Ruine dann endlich wieder einen Nutzen erfüllt und kein häßlicher Fleck in der Landschaft mehr ist.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © amu/jg

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