Freistaat übernimmt Verkehrssicherung

Mühldorfer Hart: Kommt jetzt die Gedenkstätte?

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Der Weg für eine Gedenkstätte auf dem Bunkergelände scheint jetzt frei zu sein

Landkreis Mühldorf - Das könnte der Durchbruch auf dem Weg zur Gedenkstätte im Mühldorfer Hart sein: Der Freistaat übernimmt überraschend die Verkehrssicherungspflicht.

Wie der Mühldorfer Anzeiger berichtet, übernimmt der Freistaat Bayern die Verkehrssicherungspflicht des Bunkergeländes im Mühldorfer Hart. Das Bayerische Kabinett hat dies überraschend bei seiner Klausurtagung am Tegernsee beschlossen. Damit ist der Weg frei für Grundstücksverhandlungen.

Seit Jahren wird um eine Gedenkstätte im Mühldorfer Hart gerungen. Dass das Massengrab und das Waldlager Gedenkorte werden, ist bereits klar. Die Gestaltung des Bunkergeländes war bislang aber an den Finanzen und eben an der Verkehrssicherung gescheitert. "Das ist eine politische Entscheidung: Wir wollen das jetzt rasch umsetzen", zitiert der Mühldorfer Anzeiger Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber. "Wir haben damit eine Entscheidungsreife wie noch nie." Laut Huber stehen für eine Gedenkstätte auf dem Bunkergelände 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. "Damit können wir einen würdigen Erinnerungsort schaffen."

In dem Außenlager des KZ Dachau mussten Häftlinge eine Flugzeugfabrik errichten. Einige fielen der körperlichen Schwerstarbeit und den menschenunwürdigen Lebensbedingungen zum Opfer, viele Häftlinge wurden aber auch einfach umgebracht. Wer am Rüstungsbunker arbeiten musste, hatte eine durchschnittliche Lebenserwartung von unter zwei Monaten.

Lesen Sie mehr zur Entscheidung des Bayerischen Kabinetts im Mühldorfer Anzeiger und auf ovb-online.de.

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