Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Feuerwehrfahrzeug im Steuerzahler-Schwarzbuch

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
    schließen

Mühldorf - Eine zweifelhafte "Ehrung": Neben defizitären Flughäfen oder teuren Tropenhallen taucht im Bund der Steuerzahler-Schwarzbuch 2014 auch das Mühldorfer Feuerwehrfahrzeug auf.

1.700 Euro für ein rund 20 Jahre altes Feuerwehr-Leitfahrzeug? Ein Schnäppchen, könnte man meinen. Auch dem Bund der Steuerzahler kam der Verkauf etwas "billig" vor - und vermutete Steuerverschwendung, denn verkauft wurde das Leitfahrzeug von der Stadt Mühldorf, ganz ohne Ausschreibung an den Meistbietenden.

Nach Einschreiten des Bundes der Steuerzahler wurde reagiert

Als der Bund der Steuerzahler am 5. Februar einschritt und die Stadt anschrieb kam Bewegung in die Sache. Keine zwei Wochen später wurde das Fahrzeug einer Verkehrswertfeststellung beim TÜV unterzogen - das Ergebnis: Das ehemalige Feuerwehrauto wurde weit unter Wert verkauft. Der TÜV schätzte den Verkehrswert auf mehr als das Fünffache, 8.900 Euro.

Und es wurde mehr bekannt: Anscheinend gab es durchaus noch weitere Interessenten, die um die 8.000 Euro für das Fahrzeug hingelegt hätten. Damit stand indirekt der Verdacht im Raum, ein Mitarbeiter der Stadt habe das Fahrzeug über einen Strohmann gekauft - und das auch noch zu einem vermeintlich sehr günstigen Preis.

Verkaufspreis verzehnfacht

Die Stadt Mühldorf reagierte nach dem Einschreiten der "Steuerzahler-Gewerkschaft" aber umgehend: Unter Erstattung des gezahlten Kaufpreises von 1.700 Euro wurde der Kauf rückabgewickelt und auf einem Online-Portal angeboten. Siehe da: 46 Bieter fanden sich und das Feuerwehr-Leitfahrzeug wechselte schließlich für stolze 19.300 Euro den Besitzer - die Verschwendung von 17.600 Euro konnte so verhindert werden.

Auf die "Auszeichnung" im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler zu stehen hätte die Stadt Mühldorf wohl gern verzichtet, hat aber daraus gelernt: Bei ausgemusterten Fahrzeugen der Feuerwehr soll künftig ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt werden.

xe

Rubriklistenbild: © lam

Kommentare