Der Wunschkandidat: Rupert Schönlinner 

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Willkommen in der Katholischen Jugendstelle: Stephanie Lux und Rupert Schönlinner.

Mühldorf - Der Landkreis hat einen neuen Jugendseelsorger: Pastoralreferent Rupert Schönlinner tritt die Nachfolge von Richard Stefke an. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit soll die Ministrantenbetreuung sein.

Stephanie Lux macht keinen Hehl daraus. "Rupert war unser Wunschkandidat. Im Vorfeld der Entscheidung hatten wir uns für ihn ausgesprochen", sagt die Leiterin der Katholischen Jugendstelle. Mit Erfolg: Anfang September trat Schönlinner die Nachfolge von Richard Stefke an, der in die Landesstelle der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) wechselte. Überraschend kam die Fürsprache nicht, denn nach vier Jahren Dienst im Pfarrverband Waldkraiburg ist Schönlinner mit der Jugendarbeit im Landkreis vertraut. In Waldkraiburg gelang ihm, was andernorts erfolglos versucht wird: Der Aufbau einer Jugendarbeit. "Dort im Pfarrverband habe ich gespürt, dass genau das mein Thema ist. Jugendliche wollen neue Wege gehen, haben Lust etwas auszuprobieren. Das ist es, was mich reizt", erzählt der 35-Jährige.

Der Vater von zwei Kindern weiß, was auf ihn zukommt: "Ich kenne das Team, ich kenne die Aufgaben." Ein halbes Jahr Einarbeitungsphase steht nun auf dem Programm, an Projekte wie die Fortsetzung der Kreisjugendgottesdienste oder den Abschluss der Jugendsynode kann Schönlinner anknüpfen. Darüber hinaus steht wie in den übrigen Landkreisen der Diözese die Durchführung des so genannten Jugendforums an. Einen Schwerpunkt seiner künftigen Tätigkeit will Rupert Schönlinner darüber hinaus auf der Betreuung der Ministranten legen. "Die Kinder und Jugendlichen, die Sonntag für Sonntag engagiert ihren kirchlichen Dienst tun, stellen ein Riesenpotenzial dar, das noch dazu nicht verbandlich organisiert ist. Ich will die Gruppen vor Ort stärken und die Ministranten auch über ihren Dienst hinaus an die Kirche binden." Rupert Schönlinner weiß, wovon er spricht. Geboren in Burghausen und aufgewachsen in Trostberg machte er als Ministrant positive Erfahrungen, die ihn nachhaltig geprägt haben: "Damals hat sich ein Pastoralreferent um uns gekümmert. Er wurde im Lauf der Jahre zu einem persönlichen Vorbild für mich."

Dennoch stand der Entschluss Pastoralreferent zu werden nicht sofort fest. Nach einer Lehre als Industriemechaniker studierte Rupert Schönlinner sogar zwei Wochen Maschinenbau, ehe er sich für die Theologie entschied. Das Priesteramt stand für ihn aber nie zur Debatte: "Ich wollte immer Familie haben." Nach dem Pastoralkurs in Amerang war Schönlinner vier Jahre im Pfarrverband Waldkraiburg tätig. Zum Abschied bekam er dort einen großen Gong geschenkt, der im Arbeitszimmer der Katholischen Jugendstelle am Altöttinger Tor nun eine neue Heimat gefunden hat. Hier gibt Rupert Schönlinner nun den Ton an.

ha/Mühldorfer Anzeiger 

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