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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Super-Wahljahr 2013: Die Übersicht

Mühldorf - Im September 2013 stehen Bezirkstags-, Landtags- und Bundestagswahlen an. Einige Parteien sind bereits gerüstet, andere zögern noch.

CSU

Die CSU hat inzwischen ihren Fahrplan für die kommenden Monate vorgelegt. Im Zentrum stehen die Nominierungsversammlungen Ende Juni. Dabei soll Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer als Kandidat für den Bundestag genannt werden, für den Landtag geht Minister Dr. Marcel Huber ins Rennen. Beide wurden bei einer Vorstandssitzung bereits im Januar benannt, bestätigte Huber auf Anfrage. Als Listenkandidat unterstützt die Mühldorfer CSU gemeinsam mit dem Kreisverband Altötting den Altöttinger Dr. Martin Huber.

Verschlossener gibt sich Kreisvorsitzender Marcel Huber bei der Frage nach einem Kandidaten für die Bezirkstagswahl. Amtsinhaberin Annemarie Haßlberger kandidiert nach 18 Jahren im Bezirkstag nicht mehr. Huber nennt keine Namen, schließt aber die Wahl zwischen mehreren Kandidatinnen bei der Nomminierungsversammlung nicht aus: "Es ist gut, im sozialen Bereich zwei geeignete Kandidatinnen zu haben", sagte er. Derzeit wollen dem Vernehmen nach Claudia Hausberger aus Mühldorf und die Waldkraiburgerin Charlotte Konrad in den Bezirkstag einziehen.

Auch strukturell hat es bei der Kreis-CSU Veränderungen gegeben. Der Neumarkt-St. Veiter Max Heimerl, der in den vergangenen Wochen als offizieller Vertreter an Ortsversammlungen teilgenommen hat, ist verstärkt für die Organisation der Partei und die Vorbereitung zum Beispiel von Medienauftritten zuständig. "Er nimmt diese Aufgaben als Vertretung von mir war", sagt Kreisvorsitzender Huber, der durch sein Ministeramt weniger Zeit für die Parteiarbeit findet. Gewählt ist Heimerl zwar nicht als Stellvertreter, er wurde aber laut Huber vom Kreisvorstand offiziell beauftragt. Die Beauftragung Heimerls ist eine Reaktion auf Diskussionen innerhalb der Kreis-CSU, seit Vorsitzender Huber seine früher sehr hohe Präsenz im Kreisverband wegen der Aufgaben als Mininster eingeschränkt hat.

SPD

Derweil geht das Rätselraten bei der SPD weiter. Zwei Kandidaten werden gehandelt, nur die Mühldorfer Kreis-SPD hat sich bereits festgelegt: Der Altöttinger Günter Zellner, DGB-Vorsitzender des Bezirks Südostoberbayern, tritt im Landkreis als Erststimmenkandidat an. Das erklärte Kreisvorsitzender Richard Fischer jetzt. Offen ist dagegen angeblich weiter, ob Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch sich tatsächlich im Landkreis Altötting als Erststimmenkandidat um ein Landtagsmandat bewirbt, wie es in SPD-Kreisen im Landkreis heißt. Eine offizielle Bestätigung oder ein Dementi gibt es dazu nicht: Knoblauch lehnt bislang jeden Kommentar ab, genau wie der Altöttinger SPD-Kreisvorsitzende Franz Kammhuber. Im Juli will sich der Vorstand nach Angaben Kammhubers mit der Kandidatenfrage befassen, dann dürfte auch mit einem offiziellen Vorschlag zu rechnen sein.

Als Bundestagskandidatin tritt die Altöttingerin Martha Kaleta an, die beiden Kreisverbände schickten in den vergangenen Jahren abwechselnd Kandidaten ins Rennen. Aus Mühldorf war zuletzt Werner Groß am Zug. SPD-Bewerber für den Bezirkstag wird der Neumarkt-St. Veiter Ludwig Spirkl.

Die Nominierungsversammlungen in Mühldorf finden laut Fischer im Oktober statt.

Grüne

Die Kreisgrünen stehen noch nicht in den Startlöchern. Am kommenden Donnerstag will sich der Kreisvorstand nach Auskunft von Rainer Stöger mit dem Thema Wahlen befassen. "Wir werden in den nächsten Wochen in die Pötte kommen", sagt er, will sich aber zu möglichen Kandidaten und Zeitplänen nicht äußern.

ÖDP

Am Mittwoch entscheiden die ÖDP-Mitglieder beim Bürgerstammtisch in Habersam über die Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl. Fest steht bereits, dass sich Kreisrat Reinhard Retzer um das Landtagsdirektmandat der ÖDP im Landkreis bewerben wird. Ob die ÖDP auch einen Bundestagskandidaten aufstellen wird, ist nach Auskunft des Kreisvorsitzenden Georg Schmid noch offen; es fehlt eine Abstimmung mit Altötting. "Ich gehe aber davon aus, das es klappt."

UWG

Die UWG kann derzeit noch keine Kandidaten für diese Wahlen aufstellen. Der Grund: Die UWG ist nicht Mitglied bei den Freien Wählern, die bei der Land- und Bezirkstagswahl antreten. Kreisvorsitzender Markus Saller berichtet aber von Diskussionen über einen möglichen Beitritt. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung soll darüber entschieden werden. Offen ist, ob die Zeit danach reicht, Kandidaten zu benennen

FDP

Die FDP kann noch keine Interessenten benennen, Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht betont aber, dass die Partei eigene Kandidaten für alle drei Wahlen benennen will.

Piraten

Bei den Piraten ist vor allem Kreisvorsitzender Hans-Peter Rotter im Gespräch. Er würde sowohl für den Bundestag als auch für den Landtag und und den Bezirkstag kandidieren; für den Bezirkstag interessiert sich auch Jochen Hiebendahl. Die Piraten schließen laut Kreisvorsitzendem Rotter weitere Vorschläge bis zu der Aufstellungsversammlung nicht aus. Der Termin dafür steht noch nicht fest.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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