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Anwohner sehen Pläne kritisch

Es geht ums soziale Gefüge: Stadtrat stimmt Planung für Wintererhof in Altmühldorf zu

Symbol für die Veränderung Altmühldorfs? Aus dem ehemaligen Bauernhof wird ein Wohngebiet für über 200 Menschen. Anwohner und einige Stadträte fürchten dadurch negative Auswirkungen aufs Dorfleben.
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Symbol für die Veränderung Altmühldorfs? Aus dem ehemaligen Bauernhof wird ein Wohngebiet für über 200 Menschen. Anwohner und einige Stadträte fürchten dadurch negative Auswirkungen aufs Dorfleben.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Diskussion um den Wintererhof geht weiter. Und das, obwohl jetzt eine Planung vorliegt, die bei großen Teilen des Stadtrats Zustimmung findet. Bei den Anwohnern aber nicht.

Mühldorf – Kernstück der Planung für den Wintererhof in Altmühldorf ist die Reduzierung der Zahl der Wohnungen auf dem Grundstück des ehemaligen Bauernhofes an der Münchner Straße, der der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zustimmte.

CSU-Fraktionssprecher Stefan Lasner (CSU) verteidigte die Planung.

Reduzierung des Bauvorhabens

Er wies darauf hin, dass ursprünglich 220 Wohneinheiten auf dem Grundstück vorgesehen gewesen seien. Es hätten zahlreiche Gespräche mit Anwohner, Stadträten und dem Investor gegeben. Übrig geblieben seien 100 Wohnungen, die Häuser seien deutlich niedriger geworden als ursprünglich vorgesehen und weiter von den Nachbarn abgerückt.

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Gottfried Kirmeier (SPD) forderte dagegen, die Bedenken der Anwohner ernster zu nehmen. Er schloss sich deren Forderung an, das Dorf „gefühlvoll“ wachsen zu lassen. Neben einer höheren Verkehrsbelastung auch für die enge Unterführung an der Kapellenstraße oder der Gefahr auf zu schmalen Gehsteigen, sorgen die sich um Dorfstruktur Altmühldorfs durch zu starkes Wachstum.

Schinko sieht soziales Gefüge des Dorfes in Gefahr

Stephan Schinko kritisierte die Aussage der Stadt, die Festlegung eines sozialen Gefüges sei nicht Thema des Bebauungsplans. „Wann wollen wir uns denn Gedanken machen, wie die Struktur unserer Ortsteile aussehen soll?“, fragt der Grüne. Schinko. Auch er berief sich auf Anwohner, die nach seiner Aussage die Zerstörung der sozialen Dorf-Struktur durch eine massive Bebauung fürchten.

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Bürgermeister Michael Hetzl (UM) betonte dagegen, dass soziales Engagement und Verhalten nicht vorzuschreiben seien, dass nicht festgelegt werden könne, dass jeder fünfte im Kirchenrat mitarbeiten oder zur Feuerwehr gehen müsse.

Langsames Wachstum über mehrere Jahre

Er betonte außerdem das langsame Wachstum der neuen Siedlung, es werde drei bis fünf Jahre dauern, bevor die etwa 235 neuen Bewohner dort leben würden.

Eine Festlegung der Miete von Wohnungen in dem neuen Quartier forderte Dr. Georg Gafus (Grüne): „Was hindert uns daran, festzulegen, dass 25 Prozent Sozialwohnungen gebaut werden sollen?“

Bürgermeister Hetzl: Wenig Bedarf an Sozialwohnungen

Bürgermeister Hetzl widersprach dem Grünen: „Der Bedarf nach Sozialwohnungen ist nicht so da.“ Er berief sich auf Erfahrungen der Kreiswohnbau, die Sozialwohnungen anbietet. Davon unterschied Hetzl Wohnungen, die für Menschen mit niedrigerem Einkommen bezahlbar seien. „Der Bedarf nach solchen sozial verträglichen Wohnungen, also preiswerten ist aber sehr groß.“

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22 Stadträte stimmten der Planung zu, die jetzt im weiteren Bauleitverfahren in den kommenden Monaten zu Ende gebracht wird. Dabei werden die grundsätzlichen Vorgaben wie Höhe, Größe und Anordnung der Wohnblocks festgelegt. Danach muss der Investor konkrete Bauanträge stellen.

Sieben Stimmen gegen den Bau

Die sieben Gegenstimmen kamen von den Grünen, dem Linken Claus Debnar und SPD-Stadträtin Claudia Hungerhuber.

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