Warten auf ein Gutachten

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Archäologen sollen die Fläche gegenüber der Hauptschule untersuchen, Gutachter die Bedeutung der Europastraße für die Erschließung des Baugebiets.

Mühldorf - Das Grundstück gegenüber der Hauptschule soll in den nächsten Monaten archäologisch untersucht werden. Dort soll ein Zentrum für den Norden entstehen.

Neben möglichen archäologischen Funden beschäftigt die Stadt aber weiterhin ein noch größeres Problem: Der Ausbau der Europastraße. Nach wie vor gibt es keine Entscheidung, ob die Stadt die Straße ausbauen kann. Der Ausbau ist nur möglich, wenn sie die von einem Anlieger benötigten Grundstücke erhält. Derzeit läuft das Verfahren zur Besitzeinweisung der Grundstücke, da der Eigentümer den Verkauf weigert.

Das Landratsamt entscheidet über diesen einschneidenden Schnitt, bei dem die benötigten Grundstücke an die Stadt gingen, die ihrerseits dem Besitzer den Kaufpreis bezahlen muss. Wie Geschäftsbereichsleiter Michael Stadelmann vom Landratsamt am Rande einer Konferenz erklärte, wartet das Landratsamt noch auf ein Gutachten. Das soll klären, ob die Europastraße zur Verkehrserschließung des neuen Baugebiets notwendig ist oder nicht. Alternativ könnte der Verkehr auch über die Mulfinger Straße und die Harthauser Straße fließen.

Bevor dieses Gutachten nicht vorliegt, werde das Landratsamt nicht entscheiden, sagte Stadelmann. Sicher ist: Wie auch immer das Landratsamt entscheidet, die unterlegene Partei wird vor das Verwaltungsgericht ziehen und gegen die Entscheidung klagen.

Da wirkt die jetzt im Bauausschuss bekannt gemachte archäologische Untersuchung des Grundstücks gegenüber der Hauptschule als kleines Problem. Wie alle Grundstücke im Norden der Stadt gilt auch dieser Bereich als "Verdachtsfläche". Bürgermeister Günther Knoblauch blickt den archäologischen Grabungen gelassen entgegen: "Bisher haben wir immer untersucht, aber noch nie etwas gefunden."

Nach Angaben von Stadtbaumeister Richard Faßer wird der Oberboden in breiten Streifen abgetragen und untersucht. Dabei bilden sich die charakteristischen Streifen und Erdhügel, die in den vergangenen Jahren jedes größere Bauvorhaben auf der oberen Innterrasse hinterlassen hat.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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