Ja, aber zur Ehrenamtskarte

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Mühldorf - Die Stadt hat sich prinzipiell für die Bayerische Ehrenamtskarte ausgesprochen. Zunächst will man allerdings Angebote prüfen und Kosten vergleichen.

Von einem Gesamtpaket sprach Bürgermeister Günther Knoblauch, das die Stadt schnüren wolle. Vor dem Mühldorfer Stadtrat betonte er, dass es nicht nur darum gehen könne, Ehrenamtlichen eine Plastikkarte in die Hand zu geben. Sie müsse vielmehr mit Leistungen hinterlegt werden. Knoblauch geht davon aus, dass damit Kosten für die Stadt verbunden sein werden.

Die entstehen nach Ansicht von Hauptamtsleiter Franz Hanninger nicht nur dann, wenn die Stadt zum Beispiel preiswerte Eintritte. Auch die Gewinnung von Bündnispartner aus der Wirtschaft und dem Handel koste Geld. Knoblauch unterstützt deshalb die Forderung des Städtetags, dass sich der Freistaat zu 50 Prozent an den durch die von ihm eingeführte Ehrenamtskarte beteiligen muss. „Die Karte wird von oben eingeführt, die Kosten aber nicht übernommen.

So geht das derzeit dauernd.“ Auch Markus Saller (UWG) kritisierte die Staatsregierung und sprach von „Wahlkampf und einem großen Showeffekt“ auf Kosten der Gemeinden: „Die Kommunen sollen die Leistungen erbringen.“ Er sprach von einer „Paybackisierung“ des Ehrenamts und einer willkürlichen Festlegung der Fünfstundegrenze wöchentlichen Engagements, die Grundlage für die Vergabe der Karte sind.

Auch Max Oelmaier (FM) sprach sich dafür aus, zunächst zu ermitteln, was welche Angebote kosten und dann zu entscheiden, welche Angebote die Stadt machen will. CSU-Fraktionssprecherin Ilse Preisinger-Sontag lobte dagegen den Anreiz, den die Karte bayernweit für Ehrenamtliche schaffe. Auch der Freistaat stelle Angebote zur Verfügung, sagte sie. Mit höheren Verwaltungskosten für die Stadt rechnet die CSU-Politikerin nicht, sie sieht die Kommunen auch nicht unter Druck gesetzt: „Was wir anbieten ist unsere freiwillige Entscheidung. Wir können nicht verlangen, dass sie ein anderer finanziert.“ Gegen die Stimme Sallers sprach sich der Stadtrat für die Ehrenamtskarte aus und beauftragte die Verwaltung, mögliche Angebote und Kosten zu ermitteln.

Lesen Sie mehr am morgigen Dienstag im Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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