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Klinikleitung bleibt aber in Alarmbereitschaft

Endlich Zeit zum Urlaub machen - Sinkende Corona-Zahlen schaffen Entlastung am Inn-Klinikum

Die Zeit der Schwersarbeit ist endlich vorbei: Sinkende Corona-Zahlen entlasten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Inn-Klinkums nach fast 15 Monaten Dauerstress. Foto: Inn-Klinikum
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Die Zeit der Schwersarbeit ist endlich vorbei: Sinkende Corona-Zahlen entlasten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Inn-Klinkums nach fast 15 Monaten Dauerstress.

Auf eine Entlastung der Mitarbeiterinnen im Inn-Klinikum Altötting-Mühldorf setzt Krankenhausvorstand Thomas Ewald nach dem Ende der dritten Corona-Welle. Trotzdem bleibt die Klinikleitung wachsam.

Mühldorf – Erstmals seit Beginn der zweiten Corona-Welle im Herbst spricht das Inn-Klinikum von einer Erleichterung. Klinikvorstand Thomas Ewald sagte auf Anfrage: Sowohl auf den Intensivstationen als auch auf den Normalpflegestationen sei ein deutliches Absinken der Corona-Patienten zu verzeichnen.

„Nun versuchen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den zurückliegenden Monaten Großartiges geleistet haben, ihre dringend benötigten Verschnaufpausen zu gewähren.“ Urlaubstage, auf die die Mitarbeiter während der Hochphase der Pandemie verzichtet hätten, könnten jetzt nachgeholt, Überstunden abgebaut werden.

Thomas Ewald. Foto Inn-Klinikum

Satt 99 nur noch acht Corona-Patienten

Zur Höchstphase der zweiten Welle lagen am 8. Dezember 99 Corona-Patienten in den Häusern des Inn-Klinikums, von 16 Beatmungsbetten waren neun belegt. Zum Vergleich: Gestern meldet das Inn-Klinikum acht Corona-Kranke, drei Patienten wurden beatmet.

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Der Trend, den Ewald für das Inn-Klinikum feststellt, bestätigt die Deutsche Krankenhausgesellschaft für das ganze Land. „Wir erkennen einen stabilen positiven Trend. Seit dem 26. April ist die Belegung mit Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen gesunken“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald Gaß auf der Internetseite des Verbands. „Das ist für alle eine gute Nachricht, vor allem natürlich für unsere Beschäftigten, die diese Entlastung dringend brauchen.“

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Der Rückgang der Corona-Patienten führt im Inn-Klinikum laut Vorstand Ewald auch dazu, dass die Krankenhäuser Schritt für Schritt zur alten Arbeitsform zurückkehren. „Lag unser Fokus in den zurückliegenden Monaten auf der Covid-Versorgung, so sind wir jetzt gerade dabei, die Kliniken wieder zurück in den Normalbetrieb zu führen.“

Normalbetrieb läuft langsam an

„Das nimmt etwas Zeit in Anspruch, da mit der Corona-Behandlung tief greifende organisatorische Veränderungen erforderlich waren, die jetzt rückgängig gemacht werden müssen.“ Gleichzeitig bleibt die Pandemie ein Thema: „Wir beobachten natürlich die epidemiologische Lage, um für eine mögliche weitere Welle gerüstet zu sein.“

Geplante Operationen wieder möglich

Eine erste Änderung betrifft Operationen, die geplant und keine Noteingriffe sind. „Wir freuen uns, nun wieder planbare Eingriffe durchführen zu können“, sagt Ewald. Da dies in den letzten Monaten nur sehr stark eingeschränkt möglich war, sei ein Rückstau bei den Behandlungen vorhanden, der nach und nach beseitigt werde. Wichtiges Thema bleibt der Infektionsschutz zur Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern, denn noch immer gibt es Corona-Neuinfektionen.

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Die dritte Welle habe die Mitarbeiter in den Häusern und die Ressourcen der Kliniken extrem gefordert. „Teilweise waren die Intensivstationen bis zur Belastungsgrenze mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt und auch die Normalpflegestationen waren stark ausgelastet“, sagt der Vorstand. „Leider haben uns auch einige Pflegekräfte verlassen, was die Situation für die Kolleginnen und Kollegen zusätzlich erschwerte.“ Dazu kamen Tests für Mitarbeiter, Patienten und Besucher.

Impfquote von gut 70 Prozent

Positiv bewertet Ewald die Impfquote im Haus. Nach seinen Angaben sind rund 70 Prozent des Personals gegen Corona geimpft. So hätten größere Infektionszahlen und Personalausfälle vermieden werden können.

Für eine mögliche vierte Welle, Ewald weist vor allem auf die sogenannte Delta-Variante des Virus hin, könnten die Krankenhäuser auf die organisatorischen und strukturellen Veränderungen zurückgreifen. „Sie können zur Bewältigung einer weiteren Welle erneut aktiviert werden“, betont er.

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