Gräberfeld für anonyme Bestattungen

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Kein Kreuz, kein Grabstein soll auf die Menschen hinweisen, die sich in Mühldorf anonym bestatten lassen wollen. Das soll künftig auf einer parkartigen Rasenfläche im Nordfriedhof möglich sein.

Mühldorf - Die Stadt bekommt ein Gräberfeld für anonyme Bestattungen. Das hat der Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen.

In den nächsten Wochen weist die Stadt ein Feld aus, auf dem sich Menschen namenlos bestatten lassen können. Das ist bislang in Mühldorfer Friedhöfen nicht möglich. Nach Angaben der Stadt hat die Nachfrage nach anonymen Bestattungen zugenommen. Dabei handele es sich vor allem um Menschen, die keine Angehörigen für die Grabpflege oder kein Geld für ein reguläres Grab hätten.

Als geeignet für diese Beerdigungen hat die Stadt eine Parkfläche im Friedhof Nord ausgemacht, die nicht für normale Gräber genutzt werden kann, weil dort zu viele Bäume stehen. Anonyme Bestattungen in Urnen seien dagegen gut möglich. Dort sollen die Urnen in der Wiese versenkt werden, Grabschmuck oder individuelle Kennzeichnungen sind nicht erlaubt. Die Rasenfläche bleibt erhalten. Auf Anregung von Oskar Rau (Grüne) will die Stadt das Gräberfeld als ganzes aber mit einem Gedenkstein kennzeichnen.

Es dürfen nur Urnen verwendet werden, die sich selbst auflösen und den Boden nicht kontaminieren. Den genauen Bestattungsort auf der Fläche legt die Friedhofsverwaltung fest, die auch die Grabstellen und Namen der dort Bestatteten verwaltet. Als Gebühren für eine zehnjährige Ruhefrist legte der Verwaltungsausschuss 200 Euro fest. Das ist knapp die Hälfte der Kosten für ein normales Urnengrab.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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