Neue Brücke mit Kreisverkehr

Mühldorf - Stadt und Landkreis sind sich beim geplanten Bau einer neuen Innkanalbrücke mit anschließendem Kreisverkehr jetzt einig.

Der Landkreis und die Stadt Mühldorf haben sich bei der Rahmenvereinbarung über die neue Innkanalbrücke und den Kreisverkehr im Anschluss an die Brücke geeinigt. Der Kreisausschuss votierte einstimmig für die Vereinbarung.

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Der Landkreis und die Stadt Mühldorf sind sich einig, dass es in Anbetracht der Verkehrsverhältnisse keinen Sinn macht, wenn die bestehende Innkanalbrücke im Rahmen der Unterhaltlast durch die Verbund AG saniert und damit der bestehende Querschnitt der Brücke für die nächsten 20 bis 30 Jahre festgeschrieben wird.

Einigkeit besteht auch darüber, dass die gesamte Kreisstraße Mü 6 mit der neuen Brücke und südlich davon von der Straßenbaulast des Landkreises Mühldorf in die der Stadt Mühldorf wechselt. Die Umstufung dieses Straßenteilstücks ist ebenfalls Grundlage dieser Rahmenvereinbarung.

Die Innkanalbrücke an der bisherigen Kreisstraße Mü 6 soll verbreitert und mit einem Geh- und Radweg ausgestattet werden. Im Zuge dieses Neubaus soll auf der nördlichen Seite ein Kreisverkehr entstehen.

Offen war in den Verhandlungen über den Brückenneubau die weitere Zukunft der Bahnüberführung im Zuge der Mü 6 südlich des Innkanals. Nach Aussagen der DB Netz AG hat diese Überführung eine kalkulatorische Restlaufzeit von zehn Jahren. Die technische Restnutzungsdauer dürfte bei rund 25 Jahren liegen.

Die Stadt und der Landkreis Mühldorf sind sich einig, dass innerhalb dieses Zeitraums (25 Jahre) nicht damit gerechnet wird, dass dieses Bauwerk erneuert oder wesentlich verändert wird, so dass die eventuellen Kosten für den Straßenbaulastträger nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz anfallen.

Sollte wider Erwarten in diesem Zeitraum doch eine Erneuerung oder wesentliche Änderung dieses Bauwerks erfolgen (Bahnausbau), die zu Kosten für die Stadt Mühldorf als neuer Straßenbaulastträger führen würde, so wurde vereinbart, dass sich der Landkreis an den anfallenden Kosten, die dem Straßenbaulastträger entstehen, zu 50 Prozent beteiligen werde.

Der Landkreis zahlt der Stadt Mühldorf als Ausgleich für die Übernahme des Unterhalts der Brücke, des Kreisverkehrs und der Straße 320 000 Euro. Der Kreisausschuss stimmt dem ohne Gegenstimme zu.

Im Verlauf der Planung für die neue Brücke hat sich aus Sicht der Stadt und des Landkreises ergeben, dass für einen effektiven Verkehrsfluss im Bereich der Siemensstraße (Verkehr aus Richtung Globus/Media Markt) kommend die Ausführung einer Kreuzung mit Abbiegespur am südlichen Knotenpunkt nicht zielführend sei. Aufgrund der Verbreiterung der Brücke und des zukünftig zu erwartenden Verkehrs würden sich lange Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer ergeben. Dies wurde von Landrat Georg Huber und Bürgermeister Günther Knoblauch bei den Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt verdeutlicht. Abhilfe für diese Problematik schaffe nur ein Kreisverkehr.

Der nun geplante, zusätzetzliche Kreisverkehr wird mit den bei der Regierung von Oberbayern beantragten Fördermitteln in Höhe von 55 Prozent im Zuge der Baumaßnahme Neubau Innkanalbrücke gefördert. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf rund 440 000 Euro einschließlich der Planungskosten. Nach Abzug der Förderung von der Regierung und der Beteiligung der Verbund AG von 242 000 Euro verbleiben rund 198 000 Euro. Die Stadt Mühldorf und der Landkreis übernehmen davon je 50 Prozent. Auch dieser Vorschlag wurde vom Kreisausschuss einstimmig abgesegnet.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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