Hausnotruf, Menüservice und Fahrdienst

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Täglich eine vollwertige warme Mahlzeit - immer mehr Senioren schätzen den Menüservice der Malteser.

Mühldorf - Immer mehr Senioren nutzen den Hausnotruf, den Menüservice und Fahrdienst der Malteser. Dies ergab sich aus der Bilanz für das Jahr 2011.

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Erneut leichte Zuwächse im Hausnotruf, Menüservice und Fahrdienst – dieses erfreuliche Entwicklung zeigt die Bilanz der sozialen Dienste der Malteser im Landkreis Mühldorf im vergangenen Jahr. Im Ehrenamt stellten engagierte Helferinnen und Helfer wieder einen großen Teil ihrer Freizeit für Sanitäts- und Besuchsdienste und die Rettungshundestaffel zur Verfügung. Rund 20 Prozent Zuwachs bei den Teilnehmerzahlen in der Erste-Hilfe-Ausbildung runden die positive Rückschau auf das Jahr 2011 ab.

Mit rund 507.000 Kilometern Fahrleistung entfielen auf den Fahrdienst etwa 90 Prozent der Kilometer, die die Malteser insgesamt im vergangenen Jahr für hilfebedürftige Menschen im Landkreis unterwegs waren. Die Fahrten führten zu vor allem zu Dialyseterminen, Ärzten, Therapieeinrichtungen oder Freizeitzielen. Insgesamt rund 620 Beförderungen wurden sitzend im Pkw oder Rollstuhlfahrzeug oder liegend durchgeführt.

Im Menüservice konnte das Team um Dienststellenleiterin Michaela Burger erneut neue Kunden gewinnen und bei insgesamt über 16.000 ausgelieferten Mahlzeiten die Anzahl der warmen Mahlzeiten um über 19 Prozent steigern. Der Anteil der Kindergartenverpflegung ging dagegen leicht zurück.

Positiv stellt sich der Bereich Hausnotruf dar: Obwohl im Lauf des Jahres 32 Geräte abgebaut wurden, weil die Nutzer in Altenheime umzogen oder verstarben, konnte die Zahl der Anschlüsse um knapp 10 Prozent gesteigert werden konnten. Zum Glück mussten die die Mitarbeiter des Hausnotrufhintergrunddienstes nur sieben Mal ausrücken, um Hilfe zu leisten. Für das neue Jahr erwartet Burger eine weiter hohe Nachfrage, auch als Konsequenz der guten Bewertungen durch die Stiftung Warentest vom vergangenen September. Außerdem gebe es mit einer Kombination von Hausnotrufgerät und Rauchmeldern sowie einem mobilen Notrufgerät neue Angebote mit zusätzlichem Nutzen, so Burger.

Standen im Hintergrund bei zahlreichen Veranstaltungen bereit: Mitglieder des Malteser Sanitätsdienstes (2.v.l. Anita Baumert).

Trotz der insgesamt enormen Fahrleistung für alle sozialen Dienste weist die Unfallstatistik lediglich einige kleinere Zwischenfälle mit Blechschäden auf. „Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements und der DEKRA-/TÜV-Zertifizierung‚ Sicherheit in der Personenbeförderung’ finden regelmäßig Fahrerschulungen und Sicherheitstrainings für die Mitarbeiter in unserer Dienststelle statt“, erklärt Burger das Konzept der Malteser Fahrdienste.

Dem Team um Burger gehören neben drei Hauptamtlichen und fast 40 Geringfügig Beschäftigten auch sieben Helferinnen und Helfer im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) an. „Für den Bundesfreiwilligendienst konnten wir bisher noch niemand gewinnen“, bedauert Burger, die zu den jungen FSJ-Kräften gerne auch ältere Menschen mit Lebenserfahrung einsetzen würde.

Neben dem hauptamtlichen Team investierten wieder viele Ehrenamtliche einen zum Teil beträchtlichen Teil ihrer Freizeit. Im Sanitätsdienst unter der Leitung von Werner Häfner leisteten je neun Helferinnen und Helfer zusammen knapp 800 Einsatzstunden, um bei 33 Veranstaltungen in allen Teilen des Landkreises die kompetente Erstversorgung sicherzustellen.

Sehr gefragt waren im vergangenen Jahr die 12 Mitglieder der Rettungshundestaffel: 25 Mal wurde das Team um Rita Bischof durch die Rettungsleitstelle Traunstein alarmiert, um an Sucheinsätzen in mehreren Landkreisen teilzunehmen. Mit insgesamt knapp 3.500 Stunden Training auf Übungsplätzen und im Gelände bereiteten die Hundeführer sich und ihre Hunde ausführlich auf Notfalleinsätze vor. Außerdem beteiligten sie sich an Sanitätsdiensten und führten die Hundestaffel bei fünf verschiedenen Anlässen einem stets interessierten Publikum vor.

Einen beachtlichen Aufschwung nahm im vergangenen Jahr die Ausbildung in Erster Hilfe. An 145 Kursen zu Lebensrettenden Sofortmaßnahmen und Erster Hilfe, Erste Hilfe Trainings und Kindernotfallkursen nahmen insgesamt mehr als 1.700 Personen teil, was eine Steigerung um rund 20 Prozent bedeutet. „Erfreulicherweise wenden sich auch immer mehr Firmen und Freiwillige Feuerwehren mit Kursanfragen an uns“, erklärt die Leiterin der Ausbildung und des Ehrenamtes, Anita Baumert, die Zuwächse.

Unter den Kursteilnehmern waren auch 176 Kinder vor allem im Vorschulalter, die sich im Rahmen von „Abenteuer Helfen“ mit den Grundlagen des Helfens vertraut machten. Wenn sie etwas älter sind, könnten sie ihr Abenteuer in der Malteser Jugend fortsetzen. Derzeit gibt es in Mühldorf eine Kindergruppe, die sich im vergangenen Jahr regelmäßig mit Gruppenleiter Fabian Fröhling in der Dienststelle zu verschiedenen Unternehmungen traf. Fröhling hatte die Mühldorfer Malteser Jugend während seines Freiwilligen Sozialen Jahres 2009 aufgebaut.

Die ehrenamtlichen Helferinnen des Besuchs- und Begleitdienst unter der Leitung von Dieter Weihrauch besuchten regelmäßig alleinstehende alte, teilweise auch demente Menschen in ihren Wohnungen. Die Helferinnen selber empfinden ihr Engagement nicht nur als „Geben“. „Wir gewinnen auch etwas dabei, denn es kommt so viel zurück“, ist ihre Erfahrung. Für die nächste Zeit wünschen sie sich weitere aufgeschlossene Interessierte für diesen Dienst, denn längst nicht alle anfragenden Senioren konnten im vergangenen Jahr besucht werden, wie Weihrauch mit Bedauern feststellt.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst

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