Mehr Tatverdächtige unter 18 Jahren

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Mühldorf - Die Kriminalstatistik 2012 der Polizeiinspektion Mühldorf weist deutlich weniger Verletzte im Straßenverkehr, aber auch mehr jugendliche Tatverdächtige aus.

Die Täterstruktur im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Mühldorf verschiebt sich zu Lasten der Jugendlichen. Dies zeigt die am Dienstag vorgestellte Kriminalstatistik. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Tatverdächtigen unter 18 Jahren von 123 auf 146. Auch in der Altersgruppe bis 14 Jahre und in der Gruppe der 18- bis 21-Jährigen wurden 2012 mehr Tatverdächtige als im Vorjahr ermittelt, sodass die Gruppe der Heranwachsenden (bis 21 Jahre) mit 22,8 Prozent gut ein Fünftel aller Tatverdächtigen stellt.

Finanzieller Schaden durch Straftaten deutlich gestiegen

Der Jahresbericht 2012 der Polizeiinspektion Mühldorf

Die Gesamtzahl der Straftaten ist mit 2360 im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. 2011 wurden noch 2328 Straftaten begangen. Insgesamt entstand durch alle registrierten Straftaten zusammen ein Schaden in Höhe von 2,82 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um eine halbe Million Euro. Den größten Schaden verursachten die Betrugsfälle sowie die Diebstähle mit 958.000 Euro Beziehungsweise 775.000 Euro Schaden.

Die Aufklärungsquote liegt aktuell bei 69,1 Prozent, womit der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent gestiegen ist. Damit steht die Polizeiinspektion Mühldorf im bayernweiten Vergleich gut da. Im Freistaat werden im Durchschnitt 63,2 Prozent aller Fälle aufgeklärt.

Die meisten Verbrechen wurden 2012 im der Stadt Mühldorf begangen (1369), gefolgt von Ampfing (252), Neumarkt-Sankt Veit (198) und Schwindegg (105). Gewichtet nach der Einwohnerzahl liegen diese vier Orte immer noch an der Spitze. Auf 100.000 Einwohner kommen in Mühldorf rechnerisch 7508 Straftaten. Eine Insel der Seligen im Einzugsgebiet der Polizeiiinspektion Mühldorf ist Oberneukirchen mit 608 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Insgesamt wurden 2012 in dieser Gemeinde lediglich fünf Straftaten begangen.

Verkehrsunfälle: Negativer Trend gestoppt?

Bei den Verkehrsunfällen scheint der negative Trend der letzten Jahre gestoppt. Mit 1533 Unfällen insgesamt (ohne Unfälle auf der A94) bewegt sich die Statistik in etwa auf Vorjahresniveau. Die Anzahl der Verletzten liegt hingegen mit 314 deutlich unter dem Wert aus dem Jahr 2011 (345 Verletzte). Die Anzahl der Schwerverletzten ist gar um 16 Prozent auf 65 gesunken. Ums Leben kamen 2012 acht Menschen, im Vorjahr waren es Neun. Die Polizei erklärt in ihrem Bericht, dass der sprunghafte Anstieg der Verletzten 2011 von 283 auf 345 ein einmaliger Ausreißer gewesen sein dürfte.

Als unfallträchtigste Stelle erwies sich 2012 die St 2550 innerorts zwischen dem sogenannten Giggenbach-Stachus und der Einmündung Rheinstraße mit 33 Unfällen, davon 8 mit Personenschaden und 14 mit schwerwiegendem Sachschaden.

Alexander Belyamna

Rubriklistenbild: © dpa

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