Landkreis in Bayern weit vorne

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Die Zahlen des Kinderunfallatlasses für den Landkreis Mühldorf sorgten für große Freude. Von links: Peter Sternecker, Johann, Rabl, Hildegard Braun, Helga Bauer-Hanauer und Landrat Georg Huber.

Mühldorf - Der Landkreis Mühldorf zählt laut dem aktuellsten Kinderunfallatlas, herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen, zu den sichersten in Bayern und in ganz Deutschland.

Bei den Gesamtunfällen liegt der Landkreis auf dem sechsten Platz.

Der Kinderunfalllatlas bildet die Verkehrunfallsituation von Kindern unter 15 Jahren für alle 412 Kreise und kreisfreie Städte und Gemeinden in Deutschland ab. Bei den Gesamtunfällen (Fußgänger, Radfahrer, Mitfahrer im Pkw) liegt der Landkreis Mühldorf von 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten in Bayern auf dem sechsten Platz, bundesweit nimmt der Landkreis den vierten Rang von 412 Landkreisen ein.

Bei den Unfällen mit Kindern als Fußgänger zählt Mühldorf zum zweitsichersten Landkreis in Bayern. Im Landkreis verunglückten 1,81 Kinder auf 1000 Kinder im letzten Jahr.

Diese Zahlen präsentierten im Rahmen einer Pressekonferenz Helga Bauer-Hanauer, Fachbereichsleiterin Verkehrswesen im Landratsamt Mühldorf, und Polizeihauptkommisar Johann Rabl. Über 15.000 Kinder verunglücken jährlich als Mitfahrer in einem Pkw. "Die Mitfahrt im Auto ist für Kinder gefährlicher, als zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein", stellte die Fachbereichsleiterin heraus. 18 Kinder aus dem Landkreis Mühldorf waren im letzten Jahr in einen solchen Unfallverwickelt.

Insgesamt waren im letzten Jahr 36 Kinder von einem Unfall betroffen. Drei Unfälle als Fußgänger, 15 als Radfahrer und 18 als Mitfahrer weist die Statistik aus. Dazu kommen noch sieben Schulwegunfälle. "Wir sind in allen Bereichen im grünen Bereich", erklärten Bauer-Hanauer und Rabl.

Der Landkreis hat sich darüber hinaus bei der Entwicklung der Unfallbelastung 2001 bis 2005 (erster Kinderunfallatlas) zu 2006 bis 2010 im Vergleich zum Bundsdurchschnitt hinsichtlich der Gesamtunfälle deutlich verbessert. In allen drei Bereichen konnten die Unfälle deutlich reduziert werden.

"Ich bin sehr stolz auf dieses Ergebnis", so Landrat Georg Huber. Besonders stellte der Landrat die hervorragende Zusammenarbeit mit allen beteiligten Institutionen heraus. "Der Landkreis Mühldorf wird sich auch weiterhin zusammen mit der Polizei, den Verkehrserziehern, der Verkehrswacht, den Schulweghelfern und Schülerlosten, privaten Vereinen sowie mit den Kommunen aktiv und präventiv für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr einsetzen. Diese sehr gut funktionierende und übergreifende Kooperation hat sich bewährt", erklärte Georg Huber.

Helga Bauer-Hanauer und Johann Rabl sehen diese Spitzenplätze in Deutschland und Bayern als Ansporn für weitere Anstrengungen. Sie wollen weitere Verbesserungen durchsetzen.

Lehrerin Hildegard Braun von der Graslitzer-Schule in Waldkraiburg stellte die Verkehrserziehung in den Schulen heraus, die bereits mit der ersten Klasse beginnen würde. Peter Sternecker, Vizepräsident der Landesverkehrswacht in Bayern, präsentierte die vielen Aktionen der Verkehrserziehung seiner Organisation. "Die Verkehrserziehung der Kinder ist, wenn sie lehrplanmäßig durchgeführt wird, ein geeignetes Mittel, das Unfallrisiko der Kinder auch später, wenn sie Erwachsene sind, nachhaltig zu minimieren", betonte Helga Bauer-Hanauer.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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